Hardware-Startup ohne VC: Wie MARO Coffee die Siebträgermaschine neu erfindet – mit Max Grimm
Shownotes
Max Grimm, Co-Founder von MARO Coffee, ist ein Besessener im besten Sinne. Was als Tüftelei im Internat mit seinem Kumpel Robin begann, ist heute ein erfolgreiches Hardware-Startup, das sich mit italienischen Traditionsmarken anlegt. Im ausführlichen Inside Talk mit Christoph Burseg erzählt Max die unglaubliche Gründungsgeschichte: Von den ersten Bastelversuchen mit Arduino und "Kindergeld-Budget" bis hin zur fertigen "MARO Model 1" – einer Siebträgermaschine, die dank IoT und eigener Software in nur drei Minuten aufheizt und die Thermodynamik des Espressos neu definiert. Er berichtet offen über die Entscheidung, das Unternehmen zu bootstrappen statt auf schnelles VC-Geld zu setzen, und wie ein glücklicher Zufall (und die Hartnäckigkeit seiner Mutter) ihnen den entscheidenden Produktionspartner verschaffte. Zudem diskutieren Christoph und Max, warum ein Display an einer Kaffeemaschine keine Spielerei, sondern der Schlüssel zu Updates und Langlebigkeit ist, und wie man Kunden dazu bringt, rund 5.000 Euro für ein Produkt eines Newcomers zu bezahlen.
In dieser Episode erfährst du:
- Die Gen-Z-Gründerstory: Wie Max und Robin sich über Schulprojekte fanden und warum sie statt zu studieren lieber Kaffeemaschinen auseinanderbauten.
- Engineering vs. Tradition: Warum traditionelle Espressomaschinen oft inkonsistent sind und wie MARO das Problem durch Sensoren und Thermodynamik löst.
- Bootstrapping im Hardware-Bereich: Wie man mit minimalen Mitteln (und einem "Kredit an sich selbst") startet und warum MARO bewusst langsam und kapitaleffizient wächst.
- Made in Germany: Warum die Maschine fast komplett in Deutschland gefertigt wird, wieso die Tassenablage so viel Hightech enthält und wie sich der Preis von ca. 5.000 Euro zusammensetzt.
- User Experience & IoT: Wieso ein großes Display und "Over-the-Air"-Updates bei einer Siebträgermaschine für bessere Ergebnisse und Langlebigkeit sorgen.
- Vertrieb & Community: Wie das Startup ohne großes Marketingbudget, aber mit extremem Kundensupport (Support-Calls um Mitternacht) eine treue Fanbase aufgebaut hat.
Christoph auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christophburseg Kontaktiere uns über Instagram: https://www.instagram.com/vodafonebusinessde/ MARO Coffee Website: https://maro.coffee
MARO Coffee auf YouTube (Tutorials & Einblicke): https://www.youtube.com/@marocoffee Das erwähnte Review der "Kaffeemacher": Zum Video
Transkript anzeigen
00:00:00: Weil es ist eine Wissenschaft, alles andere wäre auch Quatsch.
00:00:02: Also wir reden ja eigentlich über einen Extraktionsverfahren wie aus der Chemie.
00:00:05: Wir extrahieren aus einem Feststoff Kaffee in einer gewissen Partikelgröße, lösliche Bestandteile raus.
00:00:10: Wenn man es richtig macht, kommt dabei am Ende ein geiles Getränk raus.
00:00:12: Wenn man es nicht richtig macht, schmeckt es halt irgendwie wässrig sauer oder siropig bitter, überextrahiert und aschenbecherig so.
00:00:21: Und da irgendwo in der Mitte gibt's den richtigen Punkt der Extraktion.
00:00:24: Und dafür gibt's dann halt Werkzeuge wie Siebträger, Maschinen und Mühlen, die man dafür benutzen kann, um das zu machen.
00:00:28: Eigentlich ist es komplette Wissenschaft, aber halt auch Genuss.
00:00:31: Und das ist die Connection.
00:00:43: Ach ja, ich hab am Wochenende eine Messe.
00:00:44: Ich hab immer noch so ein bisschen eine Messe stimmig.
00:00:46: Welche Messe war?
00:00:47: Swiss Coffee Festival war jetzt am Wochenende.
00:00:50: Am Samstag, Sonntag in Zürich.
00:00:51: Wie sind die so drauf wie Schweizer?
00:00:53: Äh, unterschiedlich, es ist wirklich crazy, du hast ja so ein Nord-Süd-Equator, was Kaffee angeht, also umso weiter Norden, du bist umso fruchtiger, heller geröstet, wird getrunken, umso weiter im Süden wirklich?
00:01:01: Ja.
00:01:01: Und dann hast du aber noch den Zusatzeffekt, dass in der Schweiz eigentlich eine ganz coole Coffee-Community existiert.
00:01:06: Das macht es bei uns immer schwierig, weil wir waren jetzt mit vier Set-Ups da, also vier Maschinen, vier Mühlen.
00:01:10: Und, ähm, du musst halt gucken, dass diejenigen, du hast in der Schweiz halt viele, die eigentlich sehr dunklen, klassischen Espresso, so schokoladisch nussig, viel Bitterstoffe lieben.
00:01:18: Und für die musst du irgendwie die Set-Ups da haben, weil wenn die keinen sauren... Kaffee, fruchtigen Kaffee mögen und dann hast du den geilsten Pitch des Lebens hingelegt und dann trinken sie den Kaffee, der ihnen aber gar nicht schmeckt, connecten dies halt instant mit der Maschine.
00:01:29: Das heißt, das musst du schnell rausfinden und die Schweiz ist das sehr weit aufgetrennt.
00:01:32: Also es gibt so ein paar Hypernerds, die ohne Cofermentation und Messeretic Carbonation gar nicht mehr Kaffee trinken.
00:01:40: und dann hast du die Leute, die wirklich sagen, meine Espresso, der braucht so eine herrlich ladegenote und das ist halt beides so krass da, deswegen anspruchsvolle Messe irgendwie alle cool abzuholen, aber auch... Wandbreite ohne Ende, was natürlich irgendwie ganz cool ist, dass das auf einer Messe so connectet.
00:01:55: Das sind Kopenhagen zum Beispiel, siehst du, kein dunklen Kaffee ist, wenn du da bist.
00:01:58: Das ist einfach alles
00:01:59: Fludi.
00:02:00: Und schon sind wir mittendrin, wer hätte das gedacht?
00:02:02: Herzlich willkommen zur digitale Vorreiterin, heute mit unserem Insight Talk von Vodafone Business.
00:02:07: Der Insight Talk ist unser monatliches Format, bei dem wir ein bisschen mehr Zeit uns nehmen und eine spannende Story oder Branche, wie in diesem Fall, ganz tief zusammen kennenlernen wollen.
00:02:16: Ja, mein Gast heute ist spannend genug für mindestens eine Insight Talk Folge.
00:02:19: Max Grimm.
00:02:20: Er ist einer der beiden Gründer von Maro Coffee.
00:02:22: in einem Satz Max und Robin, wahrscheinlich deswegen auch Maro, haben mit neunzehn angefangen, teure Siebträgermaschinen auseinanderzubauen, um zu erkennen, wie man den weltbesten Espresso machen kann.
00:02:33: Und heute, nun ein paar Jahre später, haben sie ihr eigenes Gerät, das Maro Model One, Siebträger aus Deutschland.
00:02:38: Und ja, was ich so gesehen habe, sind die Leute wirklich schwer beeindruckt von der Qualität des Cafés.
00:02:43: Und Max möchte ich herausfinden, wie man quasi mittellos ein Hardware-Startup gründet, ob sie inzwischen doch Investoren haben, wie der Markt funktioniert und hoffentlich auch welche Tränen Robin und er die letzten Jahre so geweint haben, sowohl als vor Freude als auch vor Gramm.
00:02:59: Ja, Maro Coffee ist eine einmalige Gründerstory in einem absoluten Top-Shave-Produkt.
00:03:04: und ja, zwei sehr junge Unternehmer.
00:03:06: Freut euch darauf, mehr zu erfahren.
00:03:09: Und ja, jetzt herzlich willkommen.
00:03:10: Max Grimm, toll, dass du bei uns bist.
00:03:11: Vielen,
00:03:12: vielen Dank für die Einladung.
00:03:12: Ich freue mich sehr.
00:03:13: Ich hatte gefragt, wo kommst du gerade her?
00:03:14: Das ist gerade auf die Beine der Schweiz.
00:03:15: Da haben wir hier den Kaffeemarkt.
00:03:16: Übrigens, wo ist es zu Christoph?
00:03:18: Im Norden bringen die Leute fruchtigeren Kaffee.
00:03:19: Im Süden nieder weniger.
00:03:21: Das ist ja verrückt.
00:03:21: Ich dachte, wenn ich in den Laden gehe und sage, einen Kaffee bitte, dann kriege ich... Einfach nur ein Kaffee, aber
00:03:27: es kommt stark auf den Laden, an den du reingehst.
00:03:29: Ich würde sagen, das wird auch immer stärker.
00:03:31: Die Präsenz von Specialty Cafes in der Stadt fällt vielen Leuten auf, dass das immer mehr wird.
00:03:35: Dort ist der Kaffee auch tendenziell.
00:03:37: ein bisschen fruchtiger meistens, ein bisschen heller geröstet und die traditionelle commodity grade Kaffee Geschichte, also Kaffee, der möglichst günstig, möglichst viel sein soll, die nimmt schon, also man kann glaube ich in dem globalen Markt nicht wirklich sagen, sie nimmt dann Bedeutung ab, aber man kann sagen, Specialty nimmt immer mehr Bedeutung zu, also Wertschätzung für Wertschöpfung, woher kommt das Produkt, was macht es aus und dann genießen, was da eigentlich drin steckt.
00:04:00: Und das ist irgendwie so ein bisschen einsortiert.
00:04:02: auf der Nord-Süd-Skala, aber auch selbst im Specialty-Segment findet man im Süden Dunkel geröstetete Cafés als man sie jetzt im Norden findet.
00:04:10: Eigentlich mega spannend.
00:04:12: Wie wird Kaffee fruchtig?
00:04:13: Wird da irgendwie noch eine Bananen untergemixt?
00:04:14: Vor fünf
00:04:16: Jahren hätte ich gesagt, nein, auf gar keinen Fall.
00:04:18: Mittlerweile haben wir sowas wie Co-Firmentation tatsächlich, wo dann auch über... Seit Früchte bei der Fermentation von Kaffee, also bei der Aufarbeitung nach dem Ernten, tatsächlich Geschmack mit eingebracht wird.
00:04:28: Aber Kaffee ist an und für sich ein Getränk oder eine Bohne, die schon auch Säuren enthält.
00:04:34: Und wir haben in der Kaffekultur einfach so ein bisschen.
00:04:37: uns in den letzten Jahren, haben sich viele darauf festgelegt, dass Säure im Kaffee nicht cool ist, aber ähnlich wie beim Wein steckt eigentlich in der Säure.
00:04:44: Und es gibt sehr viele unterschiedliche Arten von Säuren im Kaffee.
00:04:47: Viel Qualität, viel Taubere.
00:04:49: Woher kommt der Kaffee?
00:04:50: Was steht dafür eine Pflanze?
00:04:51: neben.
00:04:52: Was für Obertöne hat man und das versteckt sich viele in Säure und das promoted man auch im Specialteam ein bisschen mehr als es sonst so der Fall war.
00:04:58: Leute denken jetzt, du bist Café, sommelier, aber eigentlich bist du ja Hardwareunternehmer.
00:05:04: Nimm uns noch mal kurz zurück.
00:05:05: Irgendwann warst du mal neunzehn.
00:05:06: Jetzt bist du, glaube ich, vierundzwanzig oder so.
00:05:08: Ja, vierundzwanzig.
00:05:09: Irgendwann warst du neunzehn.
00:05:10: Warst du mit Robin im Internat?
00:05:12: Nee, Robin war nicht in dem Internat.
00:05:14: Ich kenne uns schon noch viel länger und theoretisch haben sich unsere Wege getrennt, als ich vierzehn war.
00:05:19: Wir waren früher zusammen im Gymnasium, waren schon seit der fünften Klasse zusammen da.
00:05:22: Aber in der sechsten Klasse wurden wir in einem Geofortrag gemeinsam zugeordnet.
00:05:26: Das kann ich dir nicht mehr sagen, so richtig.
00:05:28: Aber was ich dir sagen kann, ist, irgendwie hatten wir da gemerkt, wir hatten uns vorher nicht so richtig viel Kontakt und da haben wir gemerkt, wir ticken irgendwie ähnlich.
00:05:35: Sprich, wir hatten den Vortrag zugeordnet bekommen, dann hieß es irgendwie, gut, wir treffen uns an dem Wochenende, dann haben wir uns drei Wochenenden lang getroffen, weil wir eigentlich die ganze Zeit nur gebastelt und gezockt haben.
00:05:44: Und am vierten Wochenende haben wir die Ansprüche auf hundertfünfzig Prozent hochgeschoben, bis diesen Vortrag anging und haben... sei mal bei soliden hundert und dreißig abgeliefert.
00:05:52: und dann wussten wir okay das funktioniert irgendwie mit uns beiden.
00:05:54: Wir haben sehr viel Spaß auf dem Weg und am Ende haut das Ergebnis auch noch hin und danach haben wir einfach immer... Gebastelt, gezockt.
00:06:00: Wir hatten auch eine kurze YouTuber-Karriere.
00:06:02: Wirklich sehr kurz.
00:06:03: Ja, also Karriere kann man nicht sagen gehabt.
00:06:05: Das Video, was am besten lief, war, wie man so eine Semi-Backdoor in Windows sieben nutzt, um ein Scan-Vort von einem Atmen zurückzusetzen.
00:06:12: Es war sehr kompliziert für den Zweck, aber mein Vater hatte mir damals eine Sperre auf meinen Rechner gepackt, der ich in einem begrenzten Zeitraum Zugriff hatte.
00:06:18: Das hat mir nicht so gut gepasst und dann haben wir da ein Video draus gemacht.
00:06:21: Was habt ihr damals gezockt, war das Fortnite?
00:06:23: Nee, das war, ich glaube, was viel lief, war Assassin's Creed damals.
00:06:28: Ich glaube, Teile geht hier... Aber wir waren wirklich auch, also Zocken hieß bei uns so ziemlich alles.
00:06:32: Auch nachts auf die Idee kommen, dass für einen rennspielenden Tisch ganz cool wäre, um den Lenkrad draufzustellen.
00:06:36: Dann war halt aus Zocken kurz bauen geworden.
00:06:38: Wir sind viel rumgelaufen, spaziert, was man halt so macht, wenn man nichts zu tun hat außerhalb der Schule und haben so philosophiert, was man so cooles bauen könnte.
00:06:45: Eigentlich haben wir immer irgendwas gebastelt und immer irgendein Projekt.
00:06:48: Wir waren mal zelten und haben dann den Textabenteuer programmiert im Zelt sitzen, weil wir ein Laptop dabei hatten.
00:06:52: Das war so der Vibe mit Robin und mir.
00:06:54: Was
00:06:54: für eine geile Geschichte eigentlich für so ein Bootcamp.
00:06:58: bzw.
00:06:58: was für eine lustige Kennenlern-Story.
00:07:01: bzw.
00:07:01: was für ein toller Ausbildungsmoment, das Gründer überhaupt erst mal sich kennenlernen, bevor sie irgendwie gründen.
00:07:07: Also, dass man nicht irgendwie sagt, lassen wir uns zusammen gründen, nach zwei Jahren merkt man einen Tick total anders.
00:07:11: Ja, später haben wir dann gemerkt, es ist noch viel verrückter, weil unsere Mütter gemeinsam Geburtsvorbereitungskurs gemacht haben.
00:07:17: Wir haben dann später noch ein Bild gefunden, wo wir ein Jahr nach Geburt beide da zusammen beim Umkraulen fotografiert wurden, weil sie dich dann noch mal getroffen haben.
00:07:26: Also irgendwie ist diese Story sehr, sehr verstrickt schon.
00:07:29: Aber
00:07:29: ihr seid nicht verwandt?
00:07:29: Nee, wir sind nicht verwandt.
00:07:31: Das habt ihr geprüft.
00:07:32: Das weiß ich nicht.
00:07:33: Du bringst dich hier auf Ideen.
00:07:35: Achso, hast du mal was zum Vortun.
00:07:37: Okay, aber irgendwann seid ihr dann, bist du dann oder werfen euch beide nicht auf?
00:07:40: Ich bin
00:07:40: aufs Internat gegangen mit vierzehn und Internat heißt halt auch Zimmerteilen und ich hatte in der, ich glaube, elften Klasse, also mit neunzehnten Zimmernachbarn, der... war Schlagwerker, es war Musikinternat.
00:07:51: Das war in der Elftenklasse in den Neunzen und eigentlich siebzehn.
00:07:53: Eigentlich ist mir in der Elftenklasse siebzehn, aber wir hatten dreizehn Jahre und davor war die Elfs und ich war immer ein bisschen älter in der Schule.
00:08:00: Also irgendwie sowas in der Richtung.
00:08:01: Genau und der hat sehr viel Filterkaffee getrunken und hat sich irgendwann eine Handmühle gekauft.
00:08:06: Ich war nicht so diszipliniert, was aufstehen an ging.
00:08:08: Er schon, sprich, ich wurde jeden Morgen um sechs Uhr reißig mit dem lieblichen Geräusch einer Handmühle geweckt.
00:08:12: Und irgendwann habe ich gar keinen Kaffee getrunken zu der Zeit.
00:08:15: Ich war eher so Team Marte.
00:08:16: Irgendwann habe ich ihn gefragt, was das jetzt eigentlich für eine geniale Idee war, sehr viel Geld für eine Mühle auszugeben, die er dann im Alltag mehr Arbeit macht.
00:08:22: Und dann hat er diesen dezent lebensverändernden Satz zu mir gesagt, ich kann jetzt meinen Malgrad einstellen und damit meine Extraktion beeinflussen.
00:08:29: So, ich habe ihn übel ausgeladen, aber ich es gar nicht verstanden habe, als nicht Kaffee trinke.
00:08:34: Und er ist recht nicht in der Nerdbubbelt.
00:08:35: drin, aber der Satz hat viel bewegt.
00:08:37: und als ich dann eine Woche später hätte irgendwie lernen sollen für eine Prüfung, dachte ich mir, ich google mal, was er so erzählt hat.
00:08:41: Und das war der Moment, da hat sich das Repetor geöffnet und ich bin ganz, ganz, ganz weit reingefallen.
00:08:46: Dann habe ich festgestellt, hey, das macht Sinn, was er erzählt.
00:08:49: Irgendwie ist da so ein Thema im Kaffee drin, was irgendwie so eine Verbindung aus Wissenschaft und Genuss ist, was ich sehr, sehr spannend finde, so allgemein diese beiden Felder und dann eine Verbindung aus beiden finde ich Sehr, sehr spannend.
00:08:59: Hat mich damals schon richtig, richtig aufgebracht.
00:09:02: Und dann hab ich... Ja, wirklich.
00:09:04: Ich find das toll, wenn die beiden Felder sich überkreuzen.
00:09:06: Auch so Bierbrauen, Sauerteigbrot, Backen.
00:09:09: Also wirklich, wo alle Sachen, die irgendwie ein Genussmittel sind, und du kannst da bei einer Wissenschaft draus machen, ist genau mein Ding.
00:09:13: Steh ich richtig drauf.
00:09:14: Auch Kakaobone?
00:09:16: Kakao habe ich noch nicht den Kontakt zugefunden.
00:09:17: Ich hatte auch so eine...
00:09:19: Von der Nutzerseite her bin ich da schon sehr tief drin, aber von der Wissenschaftlenseite.
00:09:25: Ja, es gibt ja überall noch offene Felder, was das eingeht.
00:09:27: Da freue ich mich auch drauf.
00:09:28: Es wird immer noch viele Sachen geben in der Zukunft, die man sich da angucken kann.
00:09:32: Du hattest dann aber wenig Geld, konntest du ja also nicht sofort, also hast du wahrscheinlich ziemlich schnell gemerkt, dass du mit so einer sechzig Euro Kaffeemaschine nicht zufrieden wirst.
00:09:38: Ja, genau, ich war ja erstmal so, du kannst ja ja auf verschiedene Arten Kaffe zubereiten, aber dann habe ich halt gesehen, oh krass, diese Siebträgermaschinen und da kannte ich zu dem Team ein Siebträgermaschinen, kannte ich nur diese Bewegung aus dem Kaffee, die man so sieht, also diese Siebträger eingespannt wird.
00:09:51: Kein Plan, was da sonst so geht.
00:09:52: Und dann habe ich aber gesehen, die gibt es für zu Hause.
00:09:54: Das war nicht spannend, da war ich auf der Coffee Circle Webseite, die kennt man ja auch im Startup-Bereich vielleicht so ein bisschen und habe dann durch die Produkte gescrollt.
00:10:01: und sah halt okay, unter der Kategorie Siebträger gibt es halt tausende Produkte von zweihundert Euro bis zwölftausend Euro in derselben Kategorie alles für Zuhause.
00:10:09: Und wenn man sich so diese typischen E-Commerce-Beschreibungen ansieht, dann waren die Fakten, die da standen eigentlich überall gleich.
00:10:15: Und dann war halt die große Frage, was ist jetzt hier der Unterschied.
00:10:17: Und wenn ich Bock habe auf Siebträger, womit sollte ich, könnte ich starten, eben in dem Moment keine Kohle zu haben.
00:10:23: Dann habe ich mir viel angeguckt, habe mich für ein günstiges Einstiegermodell entschieden.
00:10:28: Was soll das ausgeben?
00:10:29: Gebraucht, dreihundert, achtzig Euro, glaube ich, mit eigenem Zahlplan an mein Sparkonto zurück.
00:10:35: Also ich habe mir dann Geld von mir selbst geliehen und habe mir selbst einen Kredit gegeben dafür, tatsächlich irgendwie sogar mit so drei Prozent Zinsen oder so was, weil ich dann wollte, dass ich am Ende da sauberer dastehe auf dem Sparkonto, als ich reingegangen bin.
00:10:45: Ich musste mir das schon sehr genau überlegen,
00:10:47: ob ich das will.
00:10:48: Was ist das?
00:10:48: Ich kenne wenig Leute, die mit neunzehn sagen, ich gebe mir selber drei Prozent Zinsen bei einem Kredit an mich selbst.
00:10:54: Aus was vom Elternhaus kommst du, sind die irgendwie bei der Steuerverhandlung oder so?
00:10:57: Nee, gar nicht.
00:10:59: Nicht die Geschäfte unter Dritten waren dabei nicht das Entscheidende, sondern irgendwie, dass ich wusste, dass ich irgendwie... Siebträgermaschine hätte auch ein Ding sein können, was ich zwei Wochen cool finde und danach nicht.
00:11:07: Und ich wollte es unbedingt.
00:11:08: Und gleichzeitig wollte ich irgendwie, dass der Deal mit mir selbst okay ist.
00:11:11: Das heißt, fünfzehn Euro abbezahlen jeden Monat irgendwie sehr lange.
00:11:14: Ich kann es dir gar nicht mehr ausregen.
00:11:15: Ich glaube, ich habe zweieinhalb, drei Jahre daran rumbezahlt.
00:11:18: Dann Dauertrag eingerichtet und fand es halt die Idee cool, dass ich dann sage, okay, am Ende habe ich ein bisschen mehr Kohle auf den Sparkonto als weniger, weil ich anfange, es dumm auszugeben.
00:11:25: Dann habe ich mir die Einstärkermaschine gekauft.
00:11:27: Da wurde schon auch gesagt so, hey, die Partikelverteilung der Mühle ist nicht so gut oder die Temperatur konstant.
00:11:33: ist nicht so wirklich optimal.
00:11:34: Und da dachte ich halt, hey, das klingt wie bei so ungefähr jedem Hobby nach diesen oberen zwei Prozent.
00:11:41: die vielleicht die meisten Leute gar nicht checken, gar nicht brauchen.
00:11:44: So, das ist wie zum Film von einem Urlaubsvideo, sich so eine Red-Kamera zu kaufen.
00:11:49: Also weißt du so ungefähr dieses Verhältnis, so kam das vor.
00:11:51: Das sind
00:11:51: so Kameras, die um die fifteen Tausend Euro mehr aufwärtskaufen.
00:11:53: Richtig,
00:11:53: richtig.
00:11:54: Und dann hast du auch nix.
00:11:54: Also das ist dann natürlich einfach nur so ein Block, da brauchst du dann noch zugehören und so.
00:11:58: Also so dieses Level dachte ich, ja, dann hatte ich meine Maschine, Gebrauch gekauft, super viel Wissen konsumiert und dann angefangen zu Hause zu versuchen, dieses Wissen anzuwenden.
00:12:07: Ja, und das Resultat war halt irgendwie, es hat sehr lange gar nicht geschmeckt.
00:12:12: Espresso ist ja recht kompliziert.
00:12:13: Ich weiß nicht, ob du dich schon mal in dieses Feld so ein bisschen reingeschmissen
00:12:16: hast.
00:12:16: Nee, weiß ich nicht.
00:12:17: Ich sitze auch immer noch so ein bisschen... Ich trink zum Beispiel auch kein Wein.
00:12:21: Also wirklich nie, weil ich kein Alkohol trinke.
00:12:23: Irgendwann habe ich mal gelesen, aber das... habe ich jetzt nicht aktuell im Kopf die Zahl.
00:12:27: Wenn man irgendwie dann doch so eine Blindverkostung macht, dann können doch die wenigsten den zwei Euro, fünfzig Wein von dem vierundzwanzig Euro Wein unterscheiden.
00:12:35: Nicht keiner, aber doch weniger, als man denkt.
00:12:37: Und jetzt überlege ich sozusagen, ist das beim Kaffee vielleicht auch so oder kann man schon, ist das wirklich was, wenn ich dir jetzt irgendwie... den billigsten und den teuersten Hinstell, dass du in neun von zehn Fällen das richtig zuweisen könntest.
00:12:47: Also ich finde das
00:12:48: wichtig.
00:12:48: Ich glaube ja.
00:12:49: Ich glaube tatsächlich ja.
00:12:50: Ich kenne das bei Wein auch diese Erzählung.
00:12:51: Bei Kaffee würde ich sagen auch auf dem, was wir so mit Kunden im Alltag erleben, safe, safe nicht.
00:12:55: Da wird Unterschied schon sehr gemerkt.
00:12:57: Also da reden wir gar nicht über Zubereitungsmethode und ob das jetzt eine tausend Euro Siebträgermaschine ist oder eine fünftausend Euro Siebträgermaschine.
00:13:03: Egal was du machst, wenn du einen guten Kaffee, also gut eingekauft, gut angebaut, gut verarbeitet, gut geröstet.
00:13:10: in der richtigen Stufe gemahlen.
00:13:11: Wenn du den in den Kaffee reinschmeißen, selbst du machst einen türkischen Aufguss quasi.
00:13:15: Du schmeckst diesen Unterschied, weil halt eben beim Kaffee dieser Ursprung sehr, sehr, sehr, sehr wichtig ist.
00:13:20: Und einen guten Kaffee herzustellen, ist halt deutlich aufwendiger als den Commodity-Café-Maschinell abzuernten, irgendwo schnell durchzuprocessen und dann in Tüten zu verpacken, weltweit zu schippen.
00:13:29: Da ist tatsächlich voll der große Unterschied.
00:13:31: Also rein bei dem, was du reinnimmst für deine Extraktion, machst du schon einfach einen riesen, riesen Unterschied.
00:13:36: Was sind die größten Regler beim Geschmack?
00:13:39: Also du hattest ja eben mich gefragt, ob ich mich auskenne.
00:13:41: Ich habe gesagt, nein.
00:13:42: Wie würdest du uns die größten Impact-Faktoren erklären für den Geschmack?
00:13:46: Ich glaube,
00:13:46: das macht es einfacher, wenn wir uns jetzt sagen, wir fokussieren uns jetzt nur auf eine Siebträger als Pressozubereitung, weil sonst wird es sehr, sehr breit dieses Feld.
00:13:53: Da brauchen wir die Stunde Podcast.
00:13:54: Allein einfach nur für die Einführung.
00:13:57: Wir können ja drei Folgen machen.
00:13:58: Versuch eine
00:13:59: Einführung.
00:14:02: Bei der Siebträgermaschine kommt es im Endeffekt einerseits darauf an, was für eine Bohne das hat man gerade schon.
00:14:06: Also der Grundrohrstoff ist unfassbar.
00:14:08: was war wichtig, weil nur aus einer guten Bone kann ich guten Espresso machen oder Kaffee oder was auch immer.
00:14:13: Dann was für eine Mühle habe ich, Partikelverteilung.
00:14:15: Das Thema, was ich eben kurz angeschnitten habe, ist nämlich doch gar nicht so unwichtig.
00:14:18: Boah,
00:14:19: super unterschiedlich und dank des Klimawandels auch immer mehr Bewegung.
00:14:22: Schön.
00:14:23: Ja, toll.
00:14:24: Also es gibt selbst zuverlässige Kaffeelieferanten, Länder wie Brasilien, die richtig Probleme haben.
00:14:29: Dadurch ist ja auch der Kaffeepreis, der Aktienpreis für Kaffe, also für diesen Commodity Grade Kaffe, teilweise jetzt vierhundert Prozent über Normal gewesen dieses Jahr.
00:14:36: Das hat, das verändert gerade richtig viel.
00:14:38: Auf der anderen Seite.
00:14:38: Aber los studieren nicht durch den Klimawandel.
00:14:40: Doch, doch, doch, doch, doch.
00:14:42: Also angeblich ist das Unsinn, sondern das sind selbst verursachte Anbauprobleme und der Klimawandel hat anscheinend auf den Kaffeepreis Kein Impact.
00:14:50: Also habe ich gelesen und ich bin jemand, der nimmt so seine Überschrift und erzählt die weiter.
00:14:54: Okay, das ist gut.
00:14:56: Wir reden so mit den Importeuren und Röstern aus diesen kleineren Batches und die kämpfen alle mit dem gleichen Problem.
00:15:02: Klar ist es dann so, wenn du jetzt in Brasilien auf Masse, Masse, Masse gehst, dass du Erosion selber auch förderst, ohne dass jetzt die Sonne oder der Boden fällt, ist darunter leider wie bei Landwirtschaft halt auch, wenn du damit nicht gut umgehst, weil die Masse produziert werden muss, weil das gut zu günstig geworden ist.
00:15:15: Dann passieren wir halt natürlich so Seitenfaktoren, die Ja.
00:15:18: Mit Konsum hat es auf jeden Fall zu tun.
00:15:20: Aber es gibt
00:15:20: auf jeden Fall viele Länder, in denen man Kaffee kaufen kann.
00:15:22: Ja.
00:15:22: Und auch also importieren.
00:15:24: Es ist ja meistens so, dass Kaffee von deutschen Firmen gerade hier aus Hamburg importiert wird und dann in Deutschland oder im Zielland dann geröstet wird und von der Rösterreiter an den Kunden vertrieben wird.
00:15:33: Am Ende des Tages gibt es unfassbar viele Kaffee produzierende Länder mit ganz ganz ganz unterschiedlichen Eigenschaften.
00:15:38: Also es ist wirklich so, dass du das relativ schnell checkst und schmeckst, was du woher könntest, der Kaffee jetzt gerade kommen.
00:15:43: Das ist wirklich crazy, also gerade so Äthiopien, ein Kaffee mit dem man gerne Leute in Specialty einführt, weil er sehr tähig, sehr berig, sehr süß ist und was ganz anderes ist als diese deutsche Vorstellung von Kaffee, aber gleichzeitig irgendwie so lieblich genug, um Leute darum trotzdem geschmacklich zu überzeugen.
00:15:57: Das ist ganz cool.
00:15:58: Äthiopien schmecken relativ schnell die Leute raus aus Kaffees, ob der da herkommt.
00:16:02: Naja und auf jeden Fall... Was du hast ja gefragt, was sind so die Qualitätsfaktoren?
00:16:07: Die Bohne, dann wie malst du deine Bohne?
00:16:10: Weil Extraktion heißt im Endeffekt, wir gucken uns jedes Korn einzeln an, Oberflächengröße, Extraktionsdauer, Temperatur, Druck, Turbulenzen, entscheiden darüber, wie viel Bestandteil ziehst du aus diesem Partikel raus?
00:16:21: Guckt ihr euch in der Maschine?
00:16:22: Nein.
00:16:24: Wir gucken uns das mal gut an, wenn wir uns jetzt drei Mühlen hinstellen.
00:16:28: Diese Schlagmühlen von Oma kennst du vielleicht.
00:16:31: Mit der, wo so ein Messer drin rumfährt, wenn man
00:16:33: die anmacht.
00:16:35: Die
00:16:37: Dinge sind zum Beispiel das schlimmste Beispiel für Partikelverteilung.
00:16:40: Wenn du das auf den Tisch kippst, hast du ein paar sehr, sehr, sehr feine und grobe Partikel.
00:16:44: Daraus machst du einen... weirdes Getränk, aber kein geilen Espresso, einfach weil die groben Partikel sehr viel langsamer extrahieren, also da brauchst du viel mehr Zeit, um aus dem was raus zu pressen als aus den kleinen Partikeln, am Ende hast du so eine unbalancierte Mischung aus sehr sehr sauer und sehr sehr sehr bitter.
00:16:57: Das heißt die Partikelverteilung ist wichtig, du möchtest möglichst viele gleichgroße Partikel haben und dann gehen wir quasi in die Maschine.
00:17:03: und da kommt es dann darauf an, wenn du den Puck ordentlich vorbereitet hast, sprich verteilt, gemahlen, getemmt und so, dann hast du solche Sachen wie Temperaturkonstanz, dann machst du in einem Espresso-Short, wenn du die Temperatur Kurve von diesem Espresso-Shot anguckst.
00:17:16: Eine absolute Alpenlandschaft da draus.
00:17:18: Das heißt, du startest bei reingehst, reingehst auf neunzig Grad hoch, dann geht die Temperatur wieder runter.
00:17:23: Während eines Bezuges.
00:17:25: Das passiert mit den traditionellen Maschinen quasi die ganze Zeit.
00:17:28: Und umso kleiner sie sind und umso heimtauglicher sie sind, umso schlimmer wird das.
00:17:31: Das bedeutet, du extrahirst einfach inkonsistent in einem Bezug.
00:17:35: Und das Schlimme ist dann, wenn sie dieses Verhalten von Bezug zu Bezug ändern, weil sie nicht darauf ausgelegt sind, geile glatte Temperaturen zu delivern, dann hast du den Effekt, dass du einen Kaffee einstellst mit Malgratrezept und da können wir auch später noch mal ein bisschen genauer rein.
00:17:47: Was ist jetzt Rezept, wenn ich sage?
00:17:48: Rezept im Thema Espresso.
00:17:50: Wenn du dann einmal alles eingestellt hast und der schmeckt ja einmal und deine Maschine macht das dann jedes Mal ein bisschen unterschiedlich und da reicht es, ob das jetzt ein Grad mehr oder ein Grad weniger bei der nächsten Extraktion ist im Durchschnitt.
00:17:59: Dann schmeckt dein Kaffee jedes Mal anders.
00:18:01: Und das ist wirklich äußerst frustrierend, wenn man sich so viel Arbeit damit macht, den Kaffee erstmal richtig einzustellen und so einen hoher Anspruch an das Ergebnis hat.
00:18:08: Und das ist im Endeffekt genau das Problem, was ich dann auch mit meiner ersten Maschine so identifiziert habe.
00:18:12: Ich kann eine Waage benutzen, um ein Rezept zu kontrollieren.
00:18:15: Ich mache achtzehn Gramm Reihen, achtzehn Gramm Null Gramm.
00:18:17: Dann temper ich es sauber, dann spanne ich das ein und stelle ich eine Waage unter die Tasse und achte da drauf, dass ich sechsunddreißig, achtunddreißig, vierzig Gramm rausextrahiere, weil ich dann Brühverhältnis von eins zu zwei oder eins zu zwei Komma fünf habe.
00:18:27: Ich weiß, was meine Temperatur ist.
00:18:29: ist zu wissen.
00:18:30: Und am Ende des Tages soll da in der Tasse ein geniales Ergebnis stehen und die Maschine macht es einfach nicht, weil sie jedes Mal ein bisschen was anders macht, weil sie sich selbst nicht kontrolliert.
00:18:39: Es ist wie so eine Art Black Box und das was am Ende entscheidet, bist dann du und die Hoffnung.
00:18:43: Und das ist ein Zustand, der ist nicht so befriedigend.
00:18:47: Wenn du jetzt einigermaßen technisch affin bist und Teure, richtig gute Bohnen da reinschmeißen und dann hast du Gäste und dann hast du das eigentlich alles perfekt eingestellt und dann jamst du dich, weil du Sex-Espressie machst und alle schmecken anders und keiner so richtig cool, dann ist das ja nicht das.
00:19:00: Das war so mein Gefühl die ganze Zeit am Anfang.
00:19:02: Wie kann es denn sein, dass dieser Zustand akzeptiert wird, diese Riesenmenge an Floors auch so aus UX-Perspektiven.
00:19:08: Wenn wir das jetzt angucken, als wäre es eine Website und wir würden uns User Experience evaluieren von diesem Produkt oder der Produktkategorie Siebträgermaschine, dann habe ich da sehr, sehr viel gesehen, was irgendwie besser sein müsste.
00:19:19: einfach nur aus meiner ersten Erfahrung, weil ich frustriert war.
00:19:21: Ich habe ein halbes Jahr lang frustriert Kaffee gemacht.
00:19:23: Das heißt, ich habe eigentlich investiert in ein Hobby, in einen neuen Lebensabschnitt, vielleicht auch so ein bisschen in eine neue Identität von mir selbst, was auch immer.
00:19:31: Und am Ende wirst du nicht glücklich damit.
00:19:32: Und das liegt einfach daran, dass die Maschine nicht zuverlässig ist oder dass du nicht genug einstellen kannst oder dass du auch nicht genug abgeholt wirst.
00:19:39: Und das war dann einfach so ein Thema, was ich gesehen habe und das habe mich genervt.
00:19:43: Und dann habe ich natürlich auch angefangen so zu googeln, war unterwegs in Facebook Gruppen, war unterwegs in Foren und ich habe gesehen.
00:19:48: alle haben das gleiche Thema.
00:19:50: Wenn Sie sich eine Maschine anschaffen wollen, ist die große Frage, welchen Kompromiss kaufe ich mir am ehesten.
00:19:55: Dann siehst du, dass irgendwie jeden Tag achtzig Maschinen so auf dem Sekundärmarkt hin und her geschoben würden, weil die Leute dann in der Zeit
00:20:02: ist.
00:20:05: Das war jetzt eher so eine Gefühle, so eine mal reingeworfene Zahl.
00:20:09: Aber allein in einer Gruppe hast du am Tag fünf Gesuche, acht Angebote, dann e-mail klein anzeigen, wenn du das beobachtest, was sich eine Zeit lang sehr viel gemacht hat.
00:20:16: Da geht schon richtig, richtig viel ab.
00:20:18: Und das ist der Hauptgrund des Leute, Entscheidungen bereuen, die sie getroffen haben oder merken, dass sie für das, was sie selber wollen, eigentlich eine andere Maschine bereuchen.
00:20:26: Ich fand das alles nicht so sinnvoll.
00:20:28: Und überall waren die gleichen Fragen, überall waren die gleichen Probleme.
00:20:31: Ich frage, wie die lösen jetzt andere Marken diese Probleme?
00:20:34: Und so richtig habe ich die coole Lösung nicht gefunden, weil die Lösung, die da war, war halt einfach direkt.
00:20:39: ... noch größere Boiler zum Beispiel zu verbauen.
00:20:42: Die basieren ja darauf, dass du in ... ... die klassischen Siebträgermaschinen haben große Wasserboiler ... ... und die heizt du auf.
00:20:46: Deswegen hast du auch teilweise so eine ... ... die normale Siebträgermaschine, ... ... heizt du zwischen zwanzig und fünfundvierzig Minuten ... ... auf, bevor du sie benutzen kannst.
00:20:53: Und
00:20:53: bei euch nur drei Minuten?
00:20:54: Bei uns drei Minuten, genau.
00:20:55: Ja,
00:20:56: stimmt.
00:20:56: Freunde von mir, die das haben, ... ... die macht morgens noch am Aufstehen, ... ... macht das schon mal per Handy dann irgendwie ... ... unten die Steckdose an.
00:21:01: Ja.
00:21:01: Und bei dir könnt er tatsächlich irgendwie ... ... einfach ...
00:21:04: Also ich laufe bei mir zu Hause morgens ... ... mit einem halb geöffneten Auge im Delirium einfach raus.
00:21:09: Schlafzimmer raus, drücken einen Schalter und kann drei Minuten später mein Getränk zubereiten und bin ready.
00:21:14: Und das ist halt ein Riesenunterschied und auf dem Weg verbrauchen wir auch deutlich mehr Energie, weil diese traditionelle Maschinen funktionieren wirklich nach dem Prinzip.
00:21:21: Alles wird warm.
00:21:22: Riesen
00:21:22: groß.
00:21:22: Riesen groß, zwei, drei Liter Wasser werden heiß gemacht und wenn du ein Espresso trinken willst, dann ist da halt achtzig Milliliter mit Spülen und allem Verbraucht am Ende des Tages.
00:21:29: Die Energieeffizienz davon müssen wir jetzt nicht so richtig drüber reden.
00:21:33: Und ja, da waren halt super viele Punkte, die mich genervt haben und ich wollte weiter, ich wollte irgendwas aus mich glücklich machen.
00:21:38: irgendwas, was irgendwie verlässlicher ist, dann habe ich die Sage an meinen damaligen Zimmernachbarn verkauft, auch so ein bisschen gewinnbringend, hab noch einen Tempere beigelegt oder sowas, und hab dann von dem Geld, was dann da war, hab ich mir eine defekte Klassischere gekauft, weil die Maschine, die ich da hab, war so Appliance Level quasi so ein bisschen, und dann hab ich gesagt, okay, dann... muss ich vielleicht in diese richtig klassischen Blechboliden reingucken, dass dann auch ein Riesenbäuler hatte und so weiter.
00:22:04: Der war aber defekt, natürlich.
00:22:06: Wenn ich ein Bastelprojekt hatte, habe ich Robin angerufen und da ging das ganze Ding los.
00:22:09: Robin hat auch kein Kaffee getrunken zu der Zeit.
00:22:11: Wer von euch beiden hat denn irgendwie Ingenieurs Ahnung?
00:22:14: Also Zeitifikat fehlen uns beiden, um das mal so zu sagen.
00:22:17: Also das ist wirklich einfach nur langfristig, sehr lang viel gebastelt.
00:22:20: Ich habe das
00:22:21: in Fotos gesehen, wo ihr dann irgendwie so mit mit vierzig Kabeln, die in die Maschine reingehen und so weiter.
00:22:27: Das haben wir einfach gebastelt.
00:22:28: Das ist einfach so das gewesen, was wir halt in der Freizeit gemacht haben.
00:22:31: Wo holt man sich das nur im Internet?
00:22:33: Ja, also halt langes Interesse, dadurch checkt man mit der Zeit auch Zusammenhänge und so ein bisschen dieses Grund, diese Meta-Ebene, wie funktioniert Technik vielleicht so.
00:22:42: Und dann halt ansonsten genau Learning by Doing.
00:22:45: Das Internet ist halt ein krasses Geschenk, wenn es darum geht.
00:22:48: Ich bin ganz froh.
00:22:49: dass es damals noch nicht so diese KI-Zeit war, weil natürlich hätte man jetzt noch mehr Informationen vielleicht schneller bekommen, aber ich bin ganz froh, dass wir das auch, dass wir, wir haben wirklich viel gelernt noch, weil wir die Umsetzung selber checken mussten.
00:22:58: So ging das dann halt ran.
00:22:59: Wir haben dann die Maschine reparieren wollen und beim Reparieren direkt gesehen.
00:23:02: Ich kann dir dann auch noch Fotos zeigen so.
00:23:04: Ja, wenn das die Steuerung ist, wenn das das ist, wie es funktionieren soll, über wieder über vier Ecken eine Temperatur zu steuern, weil du den Drucksteuern von einem Beuler in dem ein Wärmetauscher läuft, bei dem ja aber theoretisch bei unterschiedlichem Durchfluss und unterschiedlich mit Druck auch ein unterschiedlicher Wärmeübergang stattfindet, es ist wieder einfach so über zu viele Ecken gemacht.
00:23:19: Und dann kam bei dem Reparierern die Idee, was würde jetzt passieren, wenn wir hier statt diesen mechanischen Schaltern einfach mal selber Sensoren an ein paar Stellen knallen würden und einfach mal gucken, was passiert eigentlich im Inneren der Maschine?
00:23:32: Dann haben wir ein paar Teile bestellt, ein bisschen improvisiert, wie könnte man das machen?
00:23:37: Arduino bespielt, einen eigenen Auslesekode quasi, das war so Schritt eins und haben uns erstmal angeguckt, wie regelt sich selbst denn diese Maschine und was macht sie?
00:23:44: Und dann haben wir gesehen, was wir vermutet haben, und zwar wilden Kram.
00:23:47: Und dann haben wir überlegt, okay, könnten wir jetzt selber quasi mit den Informationen, die wir über die Sensoren sammeln?
00:23:52: Ich konnte Arduino so eine Art Mini-Computer-Bastel-Computer mit so einem Controller drauf, da kannst du auch drauf spielen.
00:23:58: zum Beispiel Sensoren oder so was anschließen.
00:24:01: Du kannst
00:24:02: halt eigentlich alles mit den Dingern machen.
00:24:03: Das ist eine super coole Low-Level-Basis, um irgendwie was umzusetzen, was du gerade basteln willst, weil es ein vernünftiger
00:24:09: Alte ist.
00:24:10: Du kommst noch
00:24:10: dreißigfünfzig Euro oder weniger wahrscheinlich.
00:24:11: Weniger, also auch so Alibaba-mäßig, sehr, sehr viel weniger nochmal.
00:24:15: Aliexpress heißt das ja, ja genau.
00:24:18: Also, da kriegt man, kommt man gut ran, auch damals schon.
00:24:21: Man kann viel machen, man ist eigentlich sehr frei.
00:24:22: Und dann haben wir halt erst mal geguckt, okay, was macht die Maschine von sich aus?
00:24:25: Und der nächste Gedanke war natürlich, wenn wir jetzt die Sensor-Daten haben, was bräuchte jetzt noch an Elektronik-Komponenten, an Hardware und an Software, damit wir die Ansteuerung von den Elementen selber machen können.
00:24:33: Und das war dann wirklich einfach, das war nicht ausgerichtet auf, wir wollen eine Firma geben.
00:24:36: Zu
00:24:36: dem, genau, zu dem Zeitpunkt habt ihr noch nicht gesagt, wer will das haben, dann können wir endlich anfangen zu verkaufen.
00:24:40: Nein,
00:24:41: ich wollte einfach eine Espresso-Maschine haben, die funktioniert.
00:24:43: Das war wirklich die einzige Motivation am Anfang.
00:24:45: Wie viele Stunden hast du in das Thema gedammt?
00:24:47: bevor du sagst, ich gründe.
00:24:50: Ja, es war ja gar nicht das Ziel.
00:24:52: Wir haben, das fühlte sich auch nicht nach Dampen an.
00:24:55: Also ich hab ja eigentlich theoretisch, dass ich grad mein Abi machen soll.
00:24:57: Ich hab auch gemacht, lief auch alles tutti so.
00:24:59: Aber ich hab im Internat teilweise wirklich fünf, sechs Stunden jeden Tag einfach im Park gehockt.
00:25:05: kann man auch schlechter machen und mit Robin telefoniert, weil der war in Erfurt oder in Ilmenau damals.
00:25:09: Ich war in Weimar und dann haben wir einfach Thesen aufgestellt, Sachen aufgescribbelt, thermodynamische Konzepte raufgeschrieben und überlegt, wie könnte man gewisse Sachen lösen?
00:25:17: Wie könnte man unseren Code für bessern?
00:25:18: Wie steuert man eine Espresso-Maschine an?
00:25:20: Wie kann man den Regler so gestalten, dass er einen Boiler schneller aufheizt und dann nicht überschwingt, dann aber zum Beispiel eine Temperatur mega geil hält?
00:25:26: Und das waren so ganz viele Fragen, die wir am Telefon und dann halt live am Wochenende, wenn wir uns sehen konnten.
00:25:31: Habt ihr in
00:25:31: der Zeit euch überlegt?
00:25:34: Menschen kennengelernt, die ähnlich high bar.
00:25:37: Tief abtauchen in ein Thema wie ihr oder habt ihr schon gemacht?
00:25:39: Ja, aber ganz anders, weil ich war ja nur unter Musikern.
00:25:42: Die sind auch sehr dedicated für das, was sie tun.
00:25:44: Also das ist schon irgendwie da und ich habe mich irgendwie auch in der Elfenklasse von dem Gedanken verabschiedet, mein damaliges Hauptwachinstrument Akkordeon wirklich aufs Vollzeitstudium weiterzuziehen und daraus irgendwie meine Lebensrealität zu machen.
00:25:54: Akkordeonspielen?
00:25:55: Ja, genau.
00:25:56: Also ich habe das ja quasi schon so angefangen zu studieren während der Schulzeit.
00:25:59: Weil viele Menschen
00:26:00: in Deutschland, die mit Akkordeonspielen Geld verdienen, außer denen, die ich auf der Straße sehe?
00:26:03: Tatsächlich
00:26:04: ein paar.
00:26:04: Also das ist ja klassisch.
00:26:05: Es gibt das ja im klassischen... Zeitgenössisch, Jazz und neue Interpretationen von alten Kram.
00:26:10: Also richtig so Barock-Orgel-Stücke.
00:26:12: Aber so hier in Hamburg, was schätzt du, wie ich?
00:26:13: berufstätige Akkordian-Spieler gibt es hier?
00:26:15: Das
00:26:16: ist eine schwierige Schätzung, aber ich würde schon sagen...
00:26:18: Hundert.
00:26:19: Ja, hundert würde ich schon denken.
00:26:20: Ja, na ja, Musikschule.
00:26:22: Musikschule ist krass.
00:26:23: Also da gibt es dann jeder, also nicht an jeder, aber in vielen Musikschulen gibt es schon auch Accordion als Instrument.
00:26:27: Das geht dann auch voll in die Volksmusikrichtung, was wir jetzt nicht gemacht haben.
00:26:31: Aber Accordion ist immer auch ein Instrument, was eher am kommen ist, ist auch noch eher neu.
00:26:35: Also ich war, da bewahrt noch auf den Riesen-Durchbruch eigentlich.
00:26:38: Also das würde ich jetzt mal so sagen, das ist auch so ein sehr, sehr, das Instrument steht da unter diesem Volksmusiklicht.
00:26:43: Also
00:26:43: ich, sozusagen, Zwischenfazit von mir ist zu jedem Zeitpunkt des Lebens, hast du nicht geguckt.
00:26:47: Was würde die Welt jetzt über mich denken, sondern einfach, was finde ich interessant?
00:26:51: Ja, richtig, richtig, ja.
00:26:55: Genau, eigentlich kann man das so ganz gut zusammenfassen.
00:26:57: Und ja, dann war halt so diese Frage von mir.
00:27:01: Ich habe wirklich in der Oberstufe dargesetzt und wusste nicht, was ich später machen soll, weil ich fand Schule nicht so geil.
00:27:05: Ich kam da immer gut durch, aber das Bild, was einem vom späteren Leben da so gezeichnet wird, von den Möglichkeiten, die danach besteht, hat mich nie so richtig happy gemacht.
00:27:13: Mein Plan zum Gründen hatte ich aber nicht.
00:27:15: Ich glaube, rückblickend weiß ich, dass ich von dem Konzept schon immer begeistert war.
00:27:18: Ich war ein großer JP-Performance-Jünger.
00:27:20: Ja.
00:27:21: Fand ich immer geil, hab ich mich sehr mit identifiziert.
00:27:23: Das war das erste und einzige Mal, dass ich so einen richtigen Fan beim Moment hatte.
00:27:27: Das fand ich immer cool, aber den Plan hatte ich nicht.
00:27:28: Und ich dachte wirklich, so Scheiße, Max, irgendwie fehlt ja die Idee, was du jetzt anstellst, weil interessiert war ich.
00:27:33: Witzige Parallel, ich hab den schon vor fünf Minuten im Kopf gehabt.
00:27:35: Ja,
00:27:36: wirklich?
00:27:36: Ja, und der hat ja dann auch immer erkannt, dass das auch alle seine Gründe hat, warum der irgendwie so tief fokussiert, weil da irgendwie auch gesagt... Mein Gehirn ist einfach so gestrickt, dass ich so bam, irgendwie tief abtauhe.
00:27:46: Und weil ich versuch gerade, wie viel von dem ist einfach ein Zufall, denn ich habe einen Kaffee getrunken und wie viel davon ist, aber irgendwie war schon in mir drin.
00:27:52: Das ist ja interessant.
00:27:53: Ja,
00:27:53: irgendwie, also Hyperfokus war immer schon da und das hat dann einfach zum richtigen Zeitpunkt richtig gut gepasst.
00:27:59: Ich wollte einfach nur eine coole Siebträgermaschine haben.
00:28:01: Ich hatte mir für nachem Abi schon so einen Übergangsjahr organisiert, den ich im Bundesfreiwilligendienst in Halle gemacht habe, genau, als Sende-Techniker bei einem Radio.
00:28:09: Also jetzt auch nicht ganz weit weg von Technik.
00:28:12: weit weg von Wissen was man jetzt wirklich die nächsten Jahre machen muss und sich irgendwo einzuschreiben.
00:28:16: Dann war diese große Maro-Bastelfase da, Corona-Jahre, Bufti ging, hat man gut gemacht.
00:28:22: Ich hab dann auch in Hallen einen Job in der Rösterei angefangen, die sich gerade neu gegründet hatte, weil so auch da irgendwie die ganze Zeit einen Crowd von Vater und Sohn, die gerade einen Café aufmachen, hab Online-Shops gebaut, für die hab Technikrepariert, aufgesetzt, Events organisiert, also irgendwie alles gemacht, was mir so entgegenfiel, auch gar nicht für die Kohle, das hat dabei bei Mini-Job wirklich gar keine Rolle gespielt.
00:28:41: Ich hatte einfach nur richtig, richtig Spaß, was zu machen, wohin ich stehen kann.
00:28:45: Und dann haben wir die Maschine weiter gebastelt und irgendwann konnte man sie benutzen, zwar also wirklich gefährlich benutzen.
00:28:50: Ich glaube, ich war öfter wach wegen Stromschlag als wegen Kaffee, weil es war halt ein Brett mit Elektronik, Elektrik, zweihundertdreißig Volt, eine Maschine mit sehr viel Kram.
00:28:58: Du hast morgens halt ein Laptop aufgeklappt, zwei USB-Kabel mit dem Laptop verbunden, zwei Netzstecker in der richtigen Reihenfolge in den Strom gesteckt, dann das richtige Programm gestartet und dann über Kommandozentrale, der in einer Espresso-Maschine gesagt, was sie jetzt tun soll.
00:29:10: Sprich, Usability, User Experience, Workflow, das war damals nicht der Fokus, weil... So, wie könnte man das cooler machen?
00:29:17: Und dann waren wir aber irgendwann dann im Punkt, da konnte ich dann Druck- und Durchflussprofile abfahren, die Temperaturen waren stabil, man konnte das einigermaßen benutzen, aber ich, sie hat immer noch, immer noch eine Stunde, sagen wir, eine halbe Stunde aufgeheizt, sondern eine Stunde wusste man, dass wirklich auch alles in der richtigen Temperatur gleichmäßig ist, so.
00:29:32: Und das hat mich ultra genervt.
00:29:34: Dann hatten wir aber auch schon so ein halbes Jahr lang mit Basteln und Tüfteln verbracht.
00:29:38: Und wir haben auch schon viel über Thermodynamik geredet, weil das ist, am Ende musste, war klar, irgendwie, wir müssen es...
00:29:44: Ich erinnere mich jetzt an die thermodynamischen Gesetze.
00:29:47: Es geht den Schritt richtig zur Wissenschaft beim Kaffee machen.
00:29:53: Ja
00:29:53: genau, weil es ist eine Wissenschaft.
00:29:54: Alles andere wäre auch Quatsch.
00:29:56: Wir reden ja eigentlich über einen Extraktionsverfahren wie aus der Chemie.
00:29:59: Wir extrahieren aus einem Feststoff Kaffee in einer gewissen Partikelgröße, lösliche Bestandteile raus.
00:30:03: Wenn man es richtig macht, kommt dabei am Ende ein geiles Getränk raus.
00:30:06: Wenn man es nicht richtig macht, schmeckt es halt irgendwie... wässrig sauer oder für sie ruppig bitter überextrahiert und arsch und becherich.
00:30:16: so und da irgendwo in der mitte gibt es den richtigen punkt der extraction und dafür gibt es dann halt werkzeuge wie siebträger maschinen und mühlen die man dafür benutzen kann um das zu machen.
00:30:24: eigentlich ist es komplette wissenschaft Aber halt auch Genuss.
00:30:27: Und das ist die Connection.
00:30:29: Das erste grimmische thermodynamische Gesetz heißt, in einem geschlossenen Maro-Café-Automaten, Café im Siebträger geht kein Kaffee jemals verloren.
00:30:35: Richtig,
00:30:36: richtig.
00:30:37: So nicht anders.
00:30:38: Genau, aber das ist genau die Herangehensweise von uns, weil wir so gestrickt sind.
00:30:41: Und weil wir auch daran glauben, und das hat sich auch bewahrheitet, dass man mit der Herangehensweise coole Lösungen finden kann, die tatsächlich Probleme wegmachen, die vorher da waren.
00:30:49: Und das war dann so der Gedanke.
00:30:50: Aber wir wussten aus den sechs Monaten Basteln mit irgendwie Kindergeld und Buftigeldversuchen.
00:30:55: Magnetventile und Mustfets zu besorgen.
00:30:58: Ey, das wird jetzt irgendwie wild, wenn wir sagen, wir gehen jetzt in eine Grundlagenforschung rein.
00:31:02: Wir wussten hier so ein bisschen... Oh, das ist so herrlich.
00:31:05: Glaubst
00:31:06: du, glaubst du das bei den mal so zwei, drei andere große Bekannte?
00:31:10: Siebträger, Herrschlelle, bitte.
00:31:11: Naja, im Siebträger-Bereich würde ich sagen ganz groß um, weil Brand ist halt einfach Lama Zocko.
00:31:16: Lama Zocko.
00:31:16: Und fast bei Groß Rocket auch.
00:31:18: Rocket hat einen großen Großen.
00:31:19: Aber glaubst du, dass bei Lama Zocko so ein Typ wie du sitzt und den ganzen Tag mit einem weißen Kittel umherläuft und nochmal sich die Kurven vergleicht, wie die Temperaturverteilung gestern war und heute war.
00:31:29: Also glaubst du, dass...
00:31:30: Da mir Kaffee sehr heilig ist, hoffe ich das mal für die, dass sie das so was haben.
00:31:33: Aber aus der realistischen Betrachtung, will ich sagen, die haben andere Fokuspunkte.
00:31:37: Die haben sicherlich andere Fokuspunkte.
00:31:38: Marketing.
00:31:39: Marketing.
00:31:41: Auf Alpenkonsum.
00:31:42: Absatz
00:31:43: von Produkten, damit man irgendwie das reinigen kann und Kerr
00:31:48: packt.
00:31:48: Das geht ja tatsächlich im Siebträgerbereich.
00:31:50: Das sind wir recht universell.
00:31:51: Wir sind eigentlich so, was den Log-In-Effekt angeht, außerhalb von ein paar Start-ups, die es da jetzt gibt.
00:31:55: Und sind wir da relativ clean, was solche Sachen angeht.
00:31:58: Aber so, das sind schon alte Konzepte, die sehr auf Brand aufbauen, die sehr auf Design aufbauen, was ja auch cooles Brand und Design muss man haben.
00:32:05: Aber ich glaube, sie lösen halt zu einem großen Teil nicht die Probleme von modernen Specialty-Homebarista, die Bock haben, irgendwie auf was reinzugehen.
00:32:11: Sie machen Leuten den Einstieg nicht einfacher, als er jetzt aktuell ist, was er eigentlich echt sein könnte.
00:32:16: Und sie begrenzen wiederum auf der anderen Seite Menschen in der Experimentierfreudigkeit, weil ich froh sein muss bei jeder normalen Siebträgermaschine, wenn sie mir anzeigt, wie lange die Extraktionszeit ist.
00:32:25: Das ist schon ein Premium-Feature.
00:32:27: und wenn sie irgendwie eine Temperatureinstellung hat.
00:32:29: Das sind schon so die Sachen, da hört es auf, aber da hört eigentlich die Espresso-Technik nicht auf.
00:32:33: und auch das genussvolle Extra hier und ohne, dass man jetzt in Diagramme reinguckt, kann schon ein bisschen mehr ab, als einfach nur Temperatureinstellen, hoffen und immer flat nine bar alles beziehen.
00:32:42: Da geht schon ein bisschen mehr.
00:32:43: Aber wir wussten halt einfach da... dass vor allem das Thema Aufheizzeit, Energieeffizienz uns gerade irgendwie betrifft, weil ich cool fand, nach der Arbeit um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um.
00:33:15: Also mit diesem kompletten Technikding, was wir haben, wo einfach alles crazy, doll auf Nutzer ausgerichtet ist,
00:33:21: auf
00:33:22: was die Needs von den Leuten sind und immer schneller, aber nicht unbedingt so den Ritual wegbaschend, irgendwie so eine Technologie mal wieder zu innovieren, die da ist, die auch viel Liebe bekommt und die irgendwie was verdient hätte.
00:33:35: Das war so dein Ansatz, aber es war halt klar, dass wir das nicht mit Kindergeld, nicht auf dem Küchenboden.
00:33:41: Darum wussten wir, wir brauchen irgendwie mehr, weil ich habe dann zu dem Zeitpunkt schon angefangen.
00:33:44: zu überlegen, wie würde ich deine Brühgruppe bauen?
00:33:46: Also was wäre mir für einen Brühgruppen-Design wichtig?
00:33:49: Aber eine Brühgruppe einmal herstellen, egal, selbst wenn du den Zulieferer findest, der das macht für eine Brühgruppe, hätten wir das nicht zahlen können.
00:33:57: Und dann war halt klar, wir müssen irgendwie für das Ziel, dass wir weiterkommen mit unseren Gedanken, müssen wir den Scope von meiner Maschine weglänken.
00:34:05: Und das war der Moment, wo wir wirklich das erste Mal und überhaupt dann über das Gründen nachgedacht haben.
00:34:10: Also das Gründen einer Firma und das Entwicklung eines vertreibbaren Produkts war so ein bisschen der Zweck, damit wir mit den Erkenntnissen weiterkamen, weil es dann auch richtig gejuckt hat und wir wussten, da geht noch was.
00:34:22: Und wir wollten halt das Thema Siebträgermaschine, wie funktioniert sie innen.
00:34:25: Auf dem weißen Blattpapier mit dem heutigen Stand der Technik noch mal anfangen.
00:34:28: Also eben nicht sagen, okay, wenn ich mehr Stabilität will in der Temperatur, baue ich halt größere Beuler, weil umso größer deine Wärmebatterie ist, umso weniger Yukzie, ja, wenn du ein bisschen was rausziehst von der Wärmeladung und neues kaltes Wasser reinbringst.
00:34:40: So, das ist das alte Prinzip.
00:34:42: Und unsere Frage war halt, wie könnte man es denn anders machen?
00:34:44: Weil drei Liter Wasser, du kannst die Physik nicht austricksen, wenn du das sagst, dass die traurige Erkenntnis ist.
00:34:48: Wenn du drei Liter Wasser warm machen willst und hast dafür eine Leistung von... Ja.
00:34:51: ...tausendfünfhundert Watt, dann braucht es halt die Zeit x, bis das auch passiert ist.
00:34:55: Das heißt, der einzige Weg war nicht dreideter Wasserwahn machen und die Verbindung aber aus einer Maschine, die sowohl extrem schnell aufheizt und dann aber auch extrem temperaturstabil und dadurch zuverlässig wird.
00:35:04: Wenn wir jetzt wirklich mal auf diese Kernkomponenten Thermodynamik im Inneren gucken, das haben ja schon Leute versucht, da wurden ja versucht, Kompromisse zu finden.
00:35:11: Aber es hat halt bis dato nicht geklappt.
00:35:12: Aber wir haben dran geglaubt, dass es gehen muss, dass das irgendwie gehen kann.
00:35:18: Ihr habt dann aber Geld gebraucht, um diese erste Maschine zu bauen.
00:35:21: Ja.
00:35:21: Wir hatten Produktionspartner gefunden, war das damals schon die Firma.
00:35:24: Profektus?
00:35:24: Richtig,
00:35:25: Profektus in Sul war dann auch ein sehr cooler organischer Moment.
00:35:30: Was stellen
00:35:30: die sonst so her?
00:35:31: Unterschiedlich, viel Medizintechnik, viel Industrie, also die machen... Die
00:35:34: haben auch so viel Endgleich-Eins-Methode, dass man, wie gesagt, man kann eins davon bauen, eins davon bauen, oder machen die Erde nur so...
00:35:40: Das ist jetzt nicht deren Spezialausrichtung, der Grund, warum wir an die gekommen sind, war so organisch wie die restliche Maro-Geschichte.
00:35:46: Ich habe irgendwann ja schon auch mal meiner Mutter erzählt, was wir da gerade so machen, Robin und ich, weil das war halt der Stand, ich mache dann BFD und dann mache ich irgendwie was mit Kaffee, da habe ich erklärt so.
00:35:54: Robin und ich wussten natürlich auch nicht, was brauchen wir jetzt tatsächlich, wollten das rausfinden und haben uns an den Gründerservice Sachsen-Anhalt gewandt.
00:35:59: Die waren total nett und haben uns einfach mal so... Nonschallant eine Tabelle rumgeworfen, wo man sein Projekt kalkulieren sollte.
00:36:04: Dann haben wir nach bestem Wissen und gewissen Sachen eingetragen, also wirklich brutal unwissend.
00:36:08: Und auch naiv, und das war die beste Comedy, die wir je haben konnten.
00:36:11: Und dann stand da am Ende okay für das Projekt.
00:36:13: Braucht ihr siebenvierzichttausendfünfhundert Euro?
00:36:15: Da sind alle Löhne gezahlt, da sind Werkzeuge gezahlt, und dann fäll ich nach acht Monaten.
00:36:20: Also komplett crazy.
00:36:21: Wir haben sicherlich die Tabelle jetzt nicht auch nicht richtig benutzt, da will ich jetzt gar nicht den Gründerservice und die Tabelle dafür halten.
00:36:26: Sondern einfach Robert und ich, das war halt die Situation.
00:36:28: Jetzt ist
00:36:28: es einfach wichtig, den Leuten zu sagen, eigentlich ist nur zehn Prozent des Aufwands, denen du wirklich brauchst, damit die überhaupt anfangen.
00:36:34: Ja, also es war ja wirklich genau das immer wieder überlegen, was wäre jetzt der nächste Schritt?
00:36:38: dann machst du da mal ein bisschen was, dann stoffelst du rein, der Rest war halt Motivation, der das gebracht hat.
00:36:43: Ja, und dann habe ich halt meine Mutter irgendwann mal gesagt, ja, wir überlegen, ob wir das jetzt wirklich als Produkt machen.
00:36:47: So, pass auf.
00:36:48: Wir haben jetzt mal ausgerechnet, wir bräuchten nicht immer so fünfzigtausend Euro.
00:36:52: Wie gesagt, bei meinen Eltern, auch bei Robins Eltern, wäre das nicht zu holen gewesen und das ist auch gut so.
00:36:56: Und meine Mutter hat sich dann so gedacht, okay, wen kennt sie denn?
00:36:59: Und sie hat mal in der Rechtsanwaltskanzlei gearbeitet und da war der Geschäftsführer von der Profektus mal wegen der Sache, wegen irgendwas.
00:37:05: mal man dann.
00:37:06: Ich weiß das gar nicht, was da der Hintergrund war.
00:37:07: Die haben sich kennengelernt.
00:37:08: Meine Mutter ist recht extrovertiert.
00:37:11: Die haben sich dann so typisch, wie man das so macht, wenn man erwachsen ist, einmal im Jahr zum Geburtstag gratuliert.
00:37:15: Würdest du sagen, du bist introvertiert?
00:37:16: Er extrovertiert, würde ich behaupten.
00:37:18: Aber es schwankt auch ein bisschen, je nach Situation.
00:37:21: Sie hat ihn dann angerufen, weil sie halt wusste, er ist irgendwie so unternehmerisch tätig und wollte nur wissen, hey, kennst du jemanden?
00:37:26: Wo würde man hingehen, so.
00:37:27: Und der hat dann gesagt, ja, dann schick mir die doch einfach mal vorbei, es würde ich mir gerne mal anhören.
00:37:30: Und dann habe ich auf Arbeit bei dem Radiosender mit drei Hunderter Puls quasi den süddeutschen Elon Musk für mich damals angerufen.
00:37:40: Und ähm...
00:37:41: Nur sie gehen raus?
00:37:42: Ja,
00:37:43: auf jeden Fall.
00:37:44: Und habt ihn da erklärt, total hyper motiviert.
00:37:47: Also pass auf, Temperaturkonstanz.
00:37:48: Also eigentlich das, was ich du jetzt gekriegt hast, nur runtergedampft auf drei Minuten irgendwie.
00:37:53: Und das war
00:37:53: noch
00:37:54: nicht wirklich.
00:37:55: Das war wirklich keine gute Zusammenfassung.
00:37:56: Dann habe ich ihm dann gesagt, hey, das ist so unser Ziel.
00:37:59: Dann hatte er gesagt, ja, kommt halt mal vorbei.
00:38:01: Dann waren Robin und ich hyper gestresst, haben wirklich einen Wochenende lang durchgebaut, obwohl es keinen Unterschied gemacht hatte, weil es hat ja funktioniert, aber wir dachten, es muss jetzt immer noch mehr.
00:38:08: Dann habe ich gedacht, okay, wie erklären wir ihm das?
00:38:10: Dann machen wir mal einen Vortrag.
00:38:11: Das Wort Pitch kannte ich damals nicht.
00:38:13: Ich habe den irgendwann wiedergefunden.
00:38:14: Dann war er so, wie witzig eigentlich, weil es war ein sauberer Pitch.
00:38:17: Es war eigentlich recht sauber.
00:38:18: Dann waren wir in Zul.
00:38:20: mit dem Frankenstein Prototyp, der aus achtzigtausend Sachen bestand.
00:38:24: Wir haben gezeigt, was wir wollen und haben gesagt, wir glauben daran.
00:38:26: Komplett naiv standen wir eigentlich da und ich weiß nicht, warum das damals so gut geklappt hat, aber ich bin sehr dankbar und haben einfach gesagt, ja, wir sind jetzt Max und Robin und wir glauben, wir können halt die geilste Siebträgermaschine bauen, die es da gerade so gibt.
00:38:37: Und das ist so das, was wir vorhaben.
00:38:38: Und da saßen wir da.
00:38:39: Also wir haben nicht gefragt, was er geben kann.
00:38:41: Wir haben auch nicht gesagt, das bräuchten wir jetzt konkret von dir.
00:38:44: Und durch Zufall haben sich da die Richtigen gefunden, weil wir haben einen Tag lang da verbracht, haben uns die Fertigung zeigen lassen, was die so machen.
00:38:49: Und am Ende des Tages saßen wir noch mal zusammen und er hat gesagt, ja gut, er würde uns gerne unterstützen.
00:38:54: Da waren wir happy und dann sind wir gefahren, da waren wir ohne uns Robin und ich uns irgendwann angeschaut und haben uns so gefragt, hey, was heißt das denn jetzt?
00:39:00: Was heißt das denn jetzt?
00:39:02: Und das haben wir dann danach in den Telefonaten so ein bisschen ausdesignt.
00:39:04: Also das Treffen war irgendwie so November, zwanzig zwanzig, Dezember zwanzig zwanzig.
00:39:09: Und ... Dann hat er gesagt, er passt auf, wir haben eine Werkstatt.
00:39:13: Ich würde mich darum kümmern, dass da ein paar Sachen drinstehen.
00:39:16: In der Werkstatt habt ihr auch die ersten.
00:39:18: Ihr beide habt die ersten Hunderts oder so?
00:39:21: Das war ja am ganz am Anfang wirklich erstmal Thema Grundlagenforschung.
00:39:24: Also wir haben Teststrecken gebaut.
00:39:25: Wir haben Alu-Bosch-Profile genommen und haben verschiedene Komponenten in verschiedenen Reihenfolgen mit verschiedenen Sachen da drauf gebaut.
00:39:31: Elektronik entwickelt, Software entwickelt, Elektronik.
00:39:34: Und in diesem Kreis immer weiter gemacht, weil niemand konnte uns hier sagen, wie man es schafft, ein System zu entwickeln, was so schnell aufheizt und so gut performt.
00:39:41: Und dann auch noch Variable-Durchflüsse und Drücke abbilden kann und und und und und.
00:39:45: Also die ersten ... Ich würde sagen, acht Monate bestanden hat wirklich aus Konzepte bauen, prüfen, prüfen, prüfen, messen, überlegen, wie man es besser machen könnte, weiterbauen, umentwickeln, andere Komponenten, andere Software.
00:39:57: und wirklich Grundlagen, Grundlagen kamen einfach.
00:40:00: Also ihr habt wahrscheinlich viel gearbeitet, aber wenn dann mal irgendwann ein Tag war, an dem ihr nicht gearbeitet habt, habt ihr euch dann mal umgeguckt und gesagt so Alter, wir machen jetzt irgendwie hundert Stunden Wochen und kriegen irgendwie... Und da Mindestlohn, Stundenlohn raus, ist das...
00:40:13: Ja, hat nicht gejuckt, ehrlich gesagt.
00:40:15: Also, der Tag, an dem wir nicht gearbeitet haben, den gab's nicht so wirklich, weil wir sind dann im Februar
00:40:19: nach Sul gezogen.
00:40:20: Die hatte da zusammen sogar ein Bett, ne?
00:40:21: Ja,
00:40:21: auf Ehebett war am Anfang die Mission.
00:40:23: Das war auch gut, dass er irgendwann aufgehört hat.
00:40:25: Wenn Robin abends eingeschlafen ist und dann angefangen hat zu atmen, da hätte ich den irgendwann, an einem gewissen Punkt, hätte ich ihn schon fast erwirkt, weil wir uns den ganzen Tag vom Zähneputzen bis zum im Bett liegen gesehen haben.
00:40:35: Das war crazy.
00:40:36: Ich hab aber vier Tage die Woche Sul gemacht.
00:40:38: Die anderen drei Tage habe ich dann meine Schichten vom Café und von dem Buff, die ja noch abgearbeitet in Halle.
00:40:45: Also das war ein bisschen crazy, so drei, vier Tage Mix.
00:40:48: Ich habe sieben Tage einfach durchgeballert, aber es war halt auch nur cool.
00:40:52: Also das war damals wirklich nicht so, dass ich mir, also das war jetzt nichts, worunter wir gelitten haben.
00:40:57: Wir hatten eine Werkstatteneigen.
00:40:59: Wir hatten, würde
00:40:59: Robert das auch sagen?
00:41:01: Ich denke, ich hoffe doch.
00:41:03: Wir hatten eine Fräse da drin stehen.
00:41:05: Wir haben uns dann als Ersparnungsmechanik die Grundlagen beigebracht und konnten die Prototypen, die wir in Katte entwickelt haben, plötzlich Fräsen in der ersten Woche und haben da sicherlich auch einiges an Werkzeug verballert.
00:41:15: Aber wir konnten halt die Gedanken in Realität holen.
00:41:18: Und das ist halt auch die große Liebe für Hardwander.
00:41:19: Das ist halt das Krasse, wenn du es in der Hand hältst am Ende des Tages.
00:41:23: Und so konnten wir dann da loslegen.
00:41:24: Und dann hat es halt eine KMU mit auch einem Einkauf.
00:41:27: Das heißt, er hat jetzt nicht gesagt, irgendwie, es gibt jetzt das Projekt.
00:41:30: Beißen wir hier Geld rein, sondern er hat gesagt, das muss alles eine sehr, sehr, sehr kleine Nummer bleiben, gerade am Anfang.
00:41:36: Mittlerweile weiß ich auch, wieso.
00:41:37: Das war so eine kleine Recruiting-Strategie.
00:41:39: Er dachte sich nämlich damals so, hey, wenn das jetzt dann im Notfall lass ich dir einen halben Jahr einfach basteln und wenn am Ende die was gemacht haben oder halt auch nicht, dann habe ich da zwei motivierte junge Leute.
00:41:51: Das war eine schlaue Sache.
00:41:52: Die schon mal sieben Fehler gemacht haben, die sie bei mir nicht normal
00:41:54: machen müssen.
00:41:55: Genau.
00:41:56: Und dazu kam's kostetank nicht.
00:41:58: Aber wir konnten dann halt hier mal beim Einkaufen Magnetwind hier mit bestellen lassen oder oder oder.
00:42:03: Das wurde dann alles sauber gesammelt für den Fall, dass es eine Zukunft gibt.
00:42:06: Aber so konnten wir halt plötzlich, waren wir handlungsfähig und dann haben wir auch so langsam verstanden, was er mit Unterstützung meinte.
00:42:12: Wow.
00:42:14: Irgendwann war dann die Maro eins fertig.
00:42:18: Ja.
00:42:19: Und ihr habt gesagt, jetzt holen wir uns einen Crowdfunding.
00:42:23: Aus der ersten Schritt?
00:42:24: Ja, Kickstarter war wild.
00:42:26: Ich habe da so ein Video gefunden, das ist in etwa drei, vier Jahre alt.
00:42:29: Ja, Kickstarter war wild.
00:42:30: Also, das hätte man anders aufziehen müssen.
00:42:32: Ich bin froh, dass wir nach der Kickstarter-Kampagne weiter dran geglaubt haben, weil die lief jetzt nicht so geil.
00:42:35: Da
00:42:35: habt ihr auch nur, ich glaube, das man gesagt, um die Achtmaschinen oder so verkaufen.
00:42:37: Genau, Achtmaschinen waren das da in Kickstarter und ein paar Käufer kannten wir auch.
00:42:42: Props an meinen Vater, danke dafür.
00:42:45: Aber...
00:42:46: Ja.
00:42:47: Verdeckte Einlage.
00:42:48: Ein ganz leeres bisschen.
00:42:50: Ja, das lief nicht so gut, aber wir wussten halt auch nicht, warum.
00:42:52: Aber wir haben ehrlich gesagt fast mehr in die Kampagne reingesteckt, als sie am Ende an Revenue überhaupt gebracht
00:42:58: haben.
00:42:58: Ja, man hofft dann zumindest irgendwie auch so einen Effekt, dass es dann bekannt wird.
00:43:02: Ja, das hat
00:43:03: leider nicht gereicht.
00:43:04: Wir saßen wirklich an dem ersten Abend, wo Kickstarter live ging, saßen wir da mit der neutralen Meinung, entweder das passiert nix oder wir haben jetzt innerhalb von fünf Minuten zwei Hundert Maschinen verkauft.
00:43:10: Das ist letztes nicht passiert.
00:43:12: Letztes ist tatsächlich nicht passiert.
00:43:13: Man wartet einfach, man denkt, das Internet hat nur drauf.
00:43:15: gewartet.
00:43:17: Ich kenne das.
00:43:19: Aber wenn ich mal eure Maschine beschreiben kann, die ist ungefähr so breit wie so ein MacBook.
00:43:24: Oder wie ein Laptop?
00:43:25: Ja, also, dreißig Zentimeter ist so weit.
00:43:27: Okay, dreißig Zentimeter, ungefähr auch so von zweiundzehn Zentimeter hoch?
00:43:30: Ich
00:43:30: glaube, fünfunddreißig hoch,
00:43:31: fast
00:43:32: vierzig vielleicht sogar.
00:43:33: Aber relativ kompakt?
00:43:35: Ja,
00:43:35: sie ist nicht riesig.
00:43:36: Kompakt hat ein riesengroßes Display und das Einzige, woran man erkennt, dass irgendeine Siebträgermaschine ist, ist dann das da halt so ein Siebträger aus.
00:43:43: Genau, mit Ampflanze vielleicht auch noch, weil das jetzt an den vollen Automaten meistens nicht so dran ist, aber Grundsätzlich hat Model One, und das war mir auch in der Entwicklung wahnsinnig wichtig, also nachdem die Technikpaste gibt es natürlich so Sachen wie Design Packaging, Mechanical Engineering, wie soll das Ding aussehen?
00:43:56: und natürlich dann ganz ganz ganz viel UX, UI Kram, gerade auch natürlich durch Software, aber UX, UI hört ja bei Software nicht auf, da kann man auch ein Hardware Film machen.
00:44:04: Also alles das, wie Model One aussieht, hat einen gewissen Grund und einen Sinn, jeder Winkel hat einen Purpose.
00:44:09: Aber mir war ich ja der Siebträger-Doot bei uns.
00:44:14: Was hat krass wichtig, dass das, was wir machen, nicht die Heritage von Siebträgermaschinen irgendwo hinknallt.
00:44:19: Ich weiß, es sieht erst mal krass aus.
00:44:20: Und wenn du den Siebträger rauslässt und jemand ist nicht in der Bubble, dann könnte man noch denken, das ist ein Vollautomat.
00:44:25: Aber es ist eine komplette, eine vollständige Siebträgermaschine, in dem wir halt eine Brühgruppe haben.
00:44:29: Achtendfünfzehn Millimeter Brühgruppe auch.
00:44:31: Also Standarddurchmesser für Siebträger, in dem wir eine Heißwasserauslass haben in separatem und eine separate Dampflasche.
00:44:38: zu haben.
00:44:38: Also es ist wirklich einfach wie so eine Neuinterpretation von dem, was man halt, das was wir im Inneren gemacht haben, die Technik ins XXI.
00:44:46: Jahrhundert zu holen, wollte ich halt unbedingt auch außen machen, ohne dass man jetzt sagt, wir geben irgendwie mit allem auf, aber ich wollte doch auf gar keinen Fall kopieren, was schon immer da war.
00:44:53: Was hat die gekostet?
00:44:54: Das Model One damals auf Kickstarter?
00:44:57: Oh, das war Streichpreis fünf drei und rapportiert auf vier sechs fünfzig runter.
00:45:03: Ja.
00:45:04: Das
00:45:04: ist natürlich auch nichts, wo man mal sagt, das ist ein Impulskauf.
00:45:07: Da plätschen wir.
00:45:08: Und wenn es weg ist, dann ist halt weg die Kohle.
00:45:10: Also insofern ist acht verkaufte Maschinen schon mal gar nicht so langsteckt.
00:45:13: Ja, und es gab ja auch immerhin drei oder vier, die wir wirklich gar nicht kannten.
00:45:17: Es sind auch sehr wichtige.
00:45:19: Also um diese Kunden bin ich sehr dankbar.
00:45:21: Ich kenne die natürlich so, also die ersten, keine Ahnung, zweieinhalb Sekunden habe ich alle Namen im Kopf.
00:45:25: Das ist crazy.
00:45:26: Aber diese Kickstarter-Kunden, die Paar, die wirklich einfach nur gekauft haben, weil sie überzeugt hat, das fand ich sehr, sehr crazy, denn bin ich sehr, sehr dankbar.
00:45:34: Aber ja, der Preis ist natürlich ein Thema, wobei man auch sagen muss, der Siebträgermarkt, der Städtel.
00:45:38: Der Tarn kostet ja auch ungefähr fünftausend Euro.
00:45:39: Genau, also wir sind bei Weiß jetzt, bei viertausend neunhundertneunundneunzig und bei Schwarz bei fünftausend einhundertneunundneunzig, einfach weil das Gehäuse netto zweihundert Euro teurer ist.
00:45:47: und das müssen wir irgendwie weiterreichen.
00:45:50: Und wir hatten so ein bisschen so Preis-Findungsphase auch zwischendurch.
00:45:53: Nach Kickstarter gab es dann so einen First-Editions-Ding, dass die noch mal wirklich gut rapportiert waren, als sie dann in einen eigenen Rap-Shop kamen, weil wir da auch ein bisschen was machen mussten, um die ersten Maschinen rauszukriegen.
00:46:02: Da waren wir dann in den Superfühlen auf dem Messen unterwegs und kamen halt eigentlich wirklich aus dem Nichts mitten in die Community rein.
00:46:08: Weil wer hat gesagt, okay, wir gucken jetzt, dass wir über dieses Coffee-Festivals und Café messen.
00:46:13: Leute erreichen, ob Community oder Besucher, war uns damals tatsächlich fast egal.
00:46:18: schon um die Stände gebucht.
00:46:19: Ja, also
00:46:21: das war dann halt auch mit der Zeit, hat natürlich auch Jürgen gesehen, dass irgendwie eine Entwicklung da ist und ich brauche also, das wäre alles nicht möglich gewesen.
00:46:28: Und ein gutes Feedback war halt gut, also die Leute, also natürlich kauft es leider noch nicht jeder, aber die Leute, die es kaufen, scheinen echt begeistert sein.
00:46:35: Aber das gute Feedback im Sinne von... Tests, Reviews und Meinungen, die kamen ja auch wirklich erst ab April, dann langsam.
00:46:42: Also wir haben ja bis dahin nichts ausgeliefert, schon vorverkauft, vorverkaut so gut wie es ging, weil Geburtsstrap, kein Kapital, keine Liquidität so, dass Jürgen hat uns immer irgendwie den Rücken freigehalten, damit wir handeln können, aber wir waren jetzt nie in dem Sinne fundet.
00:46:57: Also wir haben jetzt kein, wir sind kein Adventure-Capital-Fall.
00:47:00: Jürgen ist für uns einfach wie so eine Art Business Angel, Zielvater, Enabler, von dem was wir getan haben.
00:47:06: Aber ich würde ihn nicht als Investor sehen, so in dem klassischen Sinne, wobei er natürlich auch ohne seine Mittel und ohne seine Bereitschaft am Anfang gar nichts da wäre.
00:47:13: Das ist so ein bisschen ein Sonderfall bei uns sicherlich.
00:47:16: Am Anfang waren viele zweifelt, aber wir natürlich irgendwie eigentlich das versprechen, was allen die Tiefe in der Bubble drinne waren, als nicht lösbare Sache vorkam, weil es bisher ja auch kein anderer so lösen konnte, dass wir sagen, okay, wir nehmen jetzt absoluten Nerdfeatures mit rein.
00:47:29: Die Maschine ist absolut präzise, braucht aber nur drei Minuten aufheizen.
00:47:32: Das war schon alleine eine Kombination, die es vorher nicht gab.
00:47:37: Und das dann kombiniert mit, hey, wir haben uns dann so Gedanken gemacht über, was für User haben wir?
00:47:41: Weil wir haben Leute, die steigen gerade ein, wir haben Leute, die sind übelste Nerds, wir haben Menschen, die sind mitten dazwischen, die wollen unterschiedliche Sachen von ihrer Kaffeemaschine.
00:47:49: Aber alle wollen eigentlich eine stabile, geile Hardware, das ist Model One.
00:47:52: Jetzt haben wir einen Display von drauf, dann machen wir uns doch Gedanken darüber, wie wir das Softwareseitig, UX, UI-seitig lösen, dass wir alle abholen.
00:47:58: können.
00:47:58: Die Smartness, die wir wissen, also wissen, was wir über Kaffee haben, in Helfer-Line, Algorithmen, Tools verwandeln, die für je nachdem, wo du gerade auf deiner Kaffeereise stehst, je nachdem, in welchem Modus du Model One benutzt, dir halt helfen, coolen Kaffee zu machen oder die eigentlich Freiheit zum Einstellen zu geben.
00:48:13: Dies
00:48:13: große Display ist das sozusagen für viele eine Tuned oder eine Sünde.
00:48:18: Ich kann mir vorstellen, dass natürlich auch da ganz viele Menschen dabei sind, die sagen, eigentlich ich will nur Messing, Rohre oder Chromrohre sehen und will da auf keinen Fall, ich will das Handy weglegen und nicht irgendwie noch ein größeres Handy bedienen müssen.
00:48:30: Ja, verstehe ich, ist auch so.
00:48:31: Also das ist sehr aufgeteilt tatsächlich.
00:48:33: Aber also es gibt eigentlich von uns eine sehr klare Linie dazu, warum das so ist und warum wir uns auch daran festhalten.
00:48:38: Und das ist einfach, das Model One ist ja im Endeffekt auch ein IoT Produkt, sprich das hängt mit dir im Internet.
00:48:43: Der
00:48:44: Kaffee wird über die Zeit immer besser durch Over the Air Updates, ne?
00:48:46: Genau, oder deine User Experience oder die Tools, die wir haben oder die wir den Kunden geben und und und und und.
00:48:53: Wenn du jetzt eine flexible Maschine bauen willst, die in der Hardware perfekt ist und bleibt, aber halt die sich in der Benutzung die ganze Zeit anpassen kann an das, was am Markt passiert, das, was wir von unseren Kunden lernen und das, was wir auch selber einen eigenen Anspruch weiterentwickeln wollen.
00:49:06: dann ist es die flexibelste Sache, den Display zu haben.
00:49:09: Weil ich kann das komplette Verhalten, das Aussehen, die Benutzung der Maschine, einfach stetig verbessern und verändern, sobald du einen Knopf da hast.
00:49:15: Und ich verstehe das auch.
00:49:16: Ich mag coole Knöpfe, mag ich auch sehr, sehr gern.
00:49:18: Das ist gar nicht der Punkt.
00:49:19: Aber unser Gedanke war halt wirklich, hey, das Display ist nötig durch die Infos, die wir zeigen wollen.
00:49:23: Ob das jetzt im Explorer-Mode, dieses thermomix-mäßige Step-by-Step-Guide, wie machst du einen Kaffee ist.
00:49:28: Was ich jetzt natürlich im Alltag nicht benutze, aber ganz vielen Leuten diese Frustrationskurve von den zwei, drei Monaten wegnimmt, die ich am Anfang hatte.
00:49:34: Oder dass ich jetzt im Extreme ... Mode, meine Shots in Kurven, in Diagramm.
00:49:38: Ich hab gesehen,
00:49:39: dass man so wirklich so die einzelnen einzelne Punkte versetzen kann, wann, was, wo, passiert und so weiter.
00:49:44: Das ist total voll.
00:49:45: Das
00:49:45: ist auch wirklich cool.
00:49:46: Es macht wirklich sehr viel Spaß.
00:49:47: Heutzutage
00:49:48: habt ihr die Community von über vierhundert Leuten, die auch gerne euch irgendwie... Also ihr habt schon hunderte Maschinen verkauft, Maschinen kostet fünf tausend Euro.
00:49:56: Ich glaube offizielle Zahlen mindestens vierhundert, wahrscheinlich müssen inzwischen mehr Maschinen sein.
00:50:00: Aber Könnt ihr dann aus dieser Community irgendwie merken, dass die Leute, die in meinem Alter sind, sagen, ich möchte die Berätchen und Leute in eurem Alter sagen, ich möchte noch ein größeres Display?
00:50:08: Nee,
00:50:08: ich dachte auch, dass unsere Community sehr viel in unserem Alter sich abspielt.
00:50:12: Aber diese Preisenfrage war am Anfang ja auch die ganze nicht so ganz klar.
00:50:16: Und sicherlich das und aber auch... Ich weiß nicht, ich glaube, also unsere Community ist auf jeden Fall älter als wir, deutlich älter im Durchschnitt.
00:50:23: Also ich würde sagen, wir haben viele Leute im Bereich so zwischen vierzig und sechzig Jahren und auch einige darüber, das ist auch ganz cool.
00:50:28: Wir haben natürlich auch ein paar Leute da drunter, aber es ist eine relativ altes, weites Altersspektrum, aber der Durchschnittskone ist sicherlich irgendwie so achtundvierzig vielleicht oder zweiundfünfzig oder sowas in der Richtung.
00:50:40: Und das ist also nicht der, der trennende Faktor, das Alter, ob man jetzt Displays mag oder nicht, ist es eher so die Art, wie man an Sachen rangeht.
00:50:47: Durchschnittlich, also jetzt mal so ganz plakativ gesagt, Leute, die einen Smart Home haben, sind wahrscheinlich eher bei einem großen Display happy, als sie jetzt mit Hebeln und Knöpfen sind.
00:50:56: Vor allem sind es auch diejenigen, die checken, worauf wir damit hinaus wollen.
00:51:00: Und dann ist natürlich auch eine große Aufgabe, das Display so aussehen und so benutzbar zu machen, dass es sich nicht anfühlt.
00:51:05: Jetzt würde ich den ganzen Tag ein Hebel vermissen.
00:51:07: Das ist ja das Problem mit vielen... Touchswipe-Möglichkeiten
00:51:10: habt ihr da drauf.
00:51:11: Genau,
00:51:11: aber wir haben auch super viele Shortcuts.
00:51:12: Ich habe ja auch mal eine Gastroge gearbeitet und musste auch mal vierhundert Kaffees am Tag machen.
00:51:15: Und da hätte ich jedes Mal swipen müssen, wäre ich auch verrückt geworden.
00:51:18: Und das ist in dem Moment halt.
00:51:20: dann einfach eine Überlegung, wie geht man dann so eine Lösung von der Benutzeroberfläche ran, sodass ich überhalten, doppeltippen und das Ding jetzt kompliziert habe.
00:51:26: Es ist mega intuitiv, wir haben die Leute in Live-Demos.
00:51:29: Sie checken nach zwanzig Minuten, wie es funktioniert und tickern sich da komplett durch.
00:51:33: Das benutzt sich dann als hätte ich ein Hebel, weil ich mit der Geste oder mit der Benutzung genau das kriege, was ich in dem Moment will.
00:51:38: Es ist reaktionsschnell, klar.
00:51:39: Ich veröre mich nicht in der UI, weil wir z.B.
00:51:41: alle Grundfunktionen, die man braucht, auf Menü-Buttons bzw.
00:51:44: Quick-Action-Buttons neben dem Display haben, sechs Stück und so kommt man immer zu allem hin.
00:51:48: Und wir können halt das Verhalten ändern.
00:51:50: So ein kleines, dummes Beispiel ist, wenn du Wir haben ja einen Heißwasserauslass.
00:51:55: Und wenn du, dann kannst du programmieren mit Volumen und... Was
00:51:57: ist das, die Lanze?
00:51:57: Nee, das ist auf der anderen Seite links so eine Edelstahlhöse, wo dann Wasser quasi für Tee oder Amerikanum rauskommt.
00:52:06: Und normalerweise machst du bei uns mit einem Doppelklick auf das eigene Quick-Action.
00:52:09: Die letzte Einstellung wird einfach durchgebrüht, egal wo du bist, damit du halt immer reaktionsfähig bist.
00:52:13: Und dann meinten Leute zu uns so, hey, wär doch irgendwie cool, wenn ich jetzt, wenn ich nur mal eine Tasse ausspülen will, da will ich nicht wissen, dass da Hundertzehn bei Quatsch bei neunzig Grad reinkommen.
00:52:24: Wasserplasmat.
00:52:25: Ja, so nämlich.
00:52:27: Sondern ich will einfach ein bisschen heißes Wasser haben.
00:52:28: und dann konnten wir halt in einem Software Update sagen, okay, wenn man diesen Button hält, dann geht einfach das Heißwasser an und sobald das loslässt, ist es wieder aus.
00:52:35: Das ist jetzt der kleinste aber vielleicht auch offensichtlichste Minitweak, den wir halt zum Beispiel über Software machen können, der die komplette Benutzung von der Maschine vereinfacht.
00:52:42: Und deswegen haben wir dieses große Display, weil damit sind wir flexibel, können alles mit der Zeit damit machen und können halt super, super tief und fein auf Kundenwünsche... Und davon bekommen wir auf jeden Fall ausreichend.
00:52:54: Ich habe natürlich, als ihr mich vorbereitet habt, gedacht so, oh, das ist ja ganz schön viel Geld und wer das jetzt auch, weil das... Und dann habe ich aber so richtig professionelle Kaffeetester gesehen im Internet.
00:53:06: Irgendwie so einer heißt, glaube ich, der Kaffeemacher oder so.
00:53:08: Kaffeemacher, nee, wie heißt er?
00:53:10: Die Kaffeemacher.
00:53:10: Die Kaffeemacher.
00:53:11: Und haben mir den Test angeguckt.
00:53:14: Das ist aus diesem Jahr das Video, also ziemlich aktuell.
00:53:17: Und wie der euer Produkt beschreibt, das ist schon ziemlich verliebt.
00:53:20: Also der hat schon wirklich in höchsten Tönen lübt.
00:53:23: Und am Ende gibt es noch eine Bewertung und das überall so nahezu Top-Bewertung, was man so kriegen kann.
00:53:29: Und dann sagt er so, es ist halt kein Einstiegspreis, aber er macht besseres Ergebnis als die besten Maschinen, die wir bisher getestet haben.
00:53:38: Und die sind alle teurer.
00:53:39: Das ist ja unfassbar.
00:53:41: Ja,
00:53:41: das bin ich auch ehrlich gesagt richtig, richtig stolz darauf auf den Test.
00:53:44: Und da sind ja
00:53:45: Maschinen dabei, deren Hersteller seit Jahrzehnten im Geschäft sind, diesen große italienische Hersteller.
00:53:50: Wie reagieren denn die auf euch?
00:53:52: Ich glaube, damit kann ich aber auch ganz, ganz falsch liegen.
00:53:56: Das hält
00:53:57: mich nie davon ab, was zu sagen.
00:53:58: Okay, perfekt, dann leg ich jetzt einfach los.
00:54:01: Ich glaube nicht, dass die uns nicht auf dem Schirm haben und gleichzeitig glaube ich, dass die sich sehr lange schon daran gewöhnt haben, dass es sehr gut läuft bei denen, ohne jetzt irgendjemanden zu diskreditieren.
00:54:11: Aber ich glaube doch, dass da viele das belächeln, was wir tun, weil die Stückzeilen sicherlich auch ganz anders aussehen.
00:54:16: Aber daran arbeiten wir ja auch.
00:54:18: Und am Ende des Tages promote ich einfach nur eine Technik, die ich als objektiv sinnvoller empfinde.
00:54:24: Und emotional kann man da ja in verschiedene Richtungen einfach das ausspielen.
00:54:27: Ich glaube, es sind auch einfach unterschiedliche Nischen in der Nische.
00:54:32: Auf jeden Fall ist es jetzt nicht so, dass alle bei uns anklopfen und sagen, sie würden jetzt gerne mit uns zusammenarbeiten.
00:54:39: Gerade bei den italienischen Marken ist das einfach so ein bisschen belächelnd von oben herab.
00:54:43: Wir machen mehr Maschinen und wir sind die große Marke, das merkt man schon.
00:54:47: Aber ich glaube, da rüttelt sich auch einiges.
00:54:49: Also so ein paar Anfragen hier und da oder so ein paar Besuche, wo man merkt, okay, da ist ein grundsätzliches Armann erkennt.
00:54:54: Da ist was Neues, die kam jetzt dieses Jahr schon zum Beispiel mehr.
00:54:58: Aber für mich ist das auch okay.
00:54:59: Ich glaube, wir stehen für das, was wir gut finden.
00:55:01: Und wir kriegen ein ganz gutes Feedback, dass das viele Leute gut finden, was wir tun.
00:55:06: Wenn man jetzt irgendwie sagt, dass teilweise deren Maschinen sogar teurer ist und du sagst aber teilweise deiner Meinung nach nicht mal das Problem so gut löst wie vielleicht euer Produkt und du so ein bisschen reinguckst, wie das verbaut ist, würdest du sagen, so, ja klar, das ist halt, das ist natürlich auch irgendwie die Hälfte günstiger im Hersteller.
00:55:25: Im
00:55:25: Hersteller,
00:55:26: in der Herstellung, so wie die das bauen.
00:55:28: Ich sag mal so, wenn ich kalkulieren würde, wie die großen Brands, die wir da vorhin genannt haben, dann würde Model One zwölftausend Euro kosten.
00:55:34: Nur so als kleiner Vergleich.
00:55:35: Also unser Verhältnis E-Cut zu HK ist ein ganz anderes als bei den Maschinen.
00:55:40: Auch weil wir andere Vertriebskonzepte haben, weil wir D-to-C machen und die haben teilweise über Großhändler an Einzelhändler an Endkundenkonzepten.
00:55:46: Da brauchst du andere Margen.
00:55:49: Ja, es ist wie es ist.
00:55:50: Aber am Ende würde ich sagen, dass... Wenn
00:55:52: ich sowas mache, dass ich sage, vom Hersteller zum Großhändler zum Endkunden.
00:55:57: Also zwei in drei müssen verdienen und jeder will ja mindestens fünfzehn, zwanzig Prozent haben.
00:56:02: Ja, mit fünfzehn,
00:56:02: zwanzig bist du oftmals auch gar nicht so richtig dabei, ne?
00:56:04: Also das ist genau das, was ich meine.
00:56:07: Sicherlich müssen wir auch langfristig irgendwie gucken, dass unsere Margen cooler werden.
00:56:10: Aber mein Ziel ist es und das ist auch das, so woraus wir gewachsen sind, dass wir kapitaleffizient arbeiten.
00:56:15: Das tun wir, weil ich muss ja auch irgendwie meinen Kunden das haltbare Versprechen geben, dass es mich in einem Jahr auch noch gibt.
00:56:22: Das heißt, wir machen zum Beispiel kein Black Friday.
00:56:24: So, wir sagen halt, das ist der Preis unseres Produkts und wir den Wert, weil wir eine komplette Deutschlandmontage haben.
00:56:28: Das heißt, die meisten Teile kommen aus Deutschland.
00:56:30: Unser Gehäuse jetzt zum Beispiel immer nicht, das kommt aus Tschechien nicht, weil es dort billig ist, ganz im Gegenteil leider, sondern weil er der skalierbarste und beste Zulieferer für unseren mineralischen Bergstoff sitzt.
00:56:40: Und wir haben unsere komplette Wertschaffungskette, unsere komplette Supply Chain selber von Grund auf aufgebaut.
00:56:46: Ken jeden, der an der Fräse steht, der den Firma leitet und so weiter.
00:56:49: Und bauen die craziest Sachen rein, die andere wirklich niemals in Serie bringen würden.
00:56:52: Einfach weil wir sagen, wir sind Produktverliebt und das ist cool.
00:56:55: Und meine Aufgabe
00:56:56: für
00:56:56: Tassenablage ist bei uns statt einem Blech, was irgendwie vergromt ist, was klappert, wenn die Pumpe läuft, wo Kratzer drauf sind.
00:57:02: Wenn du Tassen draufstellst, bei uns ist das ein eins Komma acht Kilogramm schweres, voll massives Aluminium Teil, was fünf Arcks gefräßt wird und danach eloxiert wird.
00:57:12: Eloxal ist so eine keramische oxidative Schutzschicht, die sich auf einem Alu bildet, die du
00:57:16: so hart ist,
00:57:17: die genau die gleiche Härte wie Keramik hat.
00:57:18: Das heißt, wir können einerseits normalerweise heizen die Maschinen, ihre Tassen über Beuler abwärmen.
00:57:23: Die haben wir nicht.
00:57:24: Das heißt, wir können die Tassenablage separat beheizen, gerade genau.
00:57:28: Und das Aluminium leitet die Wärme übel gut rein.
00:57:31: Und auf der anderen Seite haben wir das Elox, was tatsächlich die gleiche Härte hat, wie die Keramik unten die Rauer auf der Tasse.
00:57:36: Das heißt, du kriegst die Tassen normal, wenn du das einfach normal benutzt, wie man es gerne machen würde, halt keine Kratzer und bei allem anderen bekommst du Kratzer.
00:57:43: Das ist ein sehr stark designtes Hero-Part.
00:57:48: Wir würden nicht viele in eine Serie drücken.
00:57:50: Wir haben wirklich alles dafür getan, dass es geht.
00:57:52: Und am Ende entsteht halt dadurch auch der Produktpreis.
00:57:54: Nicht weil wir sagen, eh, Robin, jetzt machen wir mal drei Jahre hier richtig, richtig, richtig dumm, teure Espresso-Maschine und danach geht es uns gut.
00:58:00: Sondern wir sagen, wir machen was, was wertshaft, was lange da bleiben soll und das heißt halt auch beim Kunden lange da bleiben, lange gut aussehen.
00:58:07: Und dafür geben wir die nach unseren ingenieursmäßigen Entscheidungen sinnvollsten Wege, damit das funktioniert.
00:58:13: Und dann hat das ein Endpreis.
00:58:14: Dann gucken wir, dass unser Geschäftsmodell irgendwie aufgeht und dass wir Optimierungspotenziale in der Zukunft haben.
00:58:18: Aber der Kunde soll Alteppi sein und wir sollen hinter unseren Entscheidungen stehen und sagen können, wir haben ein echt geiles Produkt gebaut.
00:58:24: Aber jetzt ist in Grunde genau der Ort und deswegen bist du auch wahrscheinlich hier im Podcast, weil ihr jetzt gesagt habt, wir sind jetzt soweit aufgestellt, dass wir nicht nur Vierhundert verkaufen wollen, sondern vielleicht auch mal deutlich mehr.
00:58:35: Ja,
00:58:35: wir glauben mehr daran, dass das ganz sinnvoll ist, was wir tun und wir bekommen mega cooles Feedback von unseren Kunden und haben jetzt das letzte Jahr total damit verbracht, eine Struktur zu bauen, die jetzt Firma funktioniert, weil bis April war uns wirklich Robin und Max, da haben wir schon einen Verkauf, da haben wir ausgeliefert, da haben wir nachts montiert.
00:58:50: Mitternachts bis um vier Sachen verpackt und dann morgens um sechs die Spedition angemeldet, drei Stunden gepennt und dann gewartet bis die Spedition kam und weitergebaut.
00:58:58: Das war so lange unser Workflow.
00:58:59: Ich habe nachts Telefonatime von Kunden angenommen, weil wir sind ein Hardware-Start-Up mit einer starken Softwarekomponentin, das in den ersten paar Monaten ein paar Sachen schiefgehen war.
00:59:08: quasi klar.
00:59:09: und dann war halt mein Ansatz immer dann krassen Kunden Support, krassen Kunden Support.
00:59:13: Meine Telefonnummer stand damals einfach überall.
00:59:15: Das haben wir jetzt mittlerweile so ein bisschen in sinnvollere Linien gezogen und wenn jemand hier in den zwei, drei, sich ein Problem mit der Software hatte, hat Robin von mir den Laptop ins Bett geworfen bekommen und hat halt die Ansage bekommen, welche Seriennummer er mal kurz resetten soll.
00:59:25: Das war halt Remote-Service-Möglichkeiten, das hat uns echt den Arsch gerettet.
00:59:28: Und mittlerweile haben wir halt für das ganze Strukturen gebaut, haben in Leipzig einen Büro angemietet, haben zwei Vollzeitmitarbeit eingestellt für Content, für Support und für Supply Chain Management und Reparaturen Kram und so was, einfach weil ich bei all diesen Sachen, die den Kunden direkt angehen, so den geilsten Service bauen will, den man einfach haben kann, weil ich finde, dass dahin so richtig viel Qualität entsteht, dass da einfach so richtig viel Nachhaltigkeit auch entsteht, wenn man den Kunden nah ist.
00:59:55: Und jetzt haben wir halt so langsam so einen Setup, wo wir sagen, okay, wir haben eine Produktion, die funktioniert, wir sind dabei, die zu skalieren.
01:00:00: Wir haben Mitarbeiter, die übeskommitted bei der Sache sind und wir wollen unsere Botschaft und die Tech.
01:00:05: Produkt einfach jetzt so weit promoten und irgendwie dahin bringen, wo wir es sehen wollen.
01:00:10: Und zwar in der Mitte vom Kaffeemarkt, weil wir coole Lösungen für tatsächliche Bedürfnisse von Kunden da draußen sehen und mit denen zusammen daran weiterarbeiten wollen.
01:00:18: Was
01:00:18: schätzt du von eurem Zielgruppe Deutschland, wie viele Wissen überhaupt schon, dass es euch gibt?
01:00:21: Ich habe die Frage
01:00:22: stelle ich mir tatsächlich relativ oft.
01:00:24: Auf den Messen bekommt man irgendwie so ein Gefühlchen dafür, aber eigentlich auch verstellt, weil die Leute aber auf eine Kaffee-Messe gehen auch noch irgendwie.
01:00:31: Die
01:00:31: Krieg hat so ein bisschen Presse, also in den letzten Wochen.
01:00:34: Ja, genau.
01:00:34: Das
01:00:35: ist dann über.
01:00:37: Über zwanzig Prozent wissen schon, dass es euch gibt?
01:00:39: Die Frage ist halt, wo ist genau die Bubble, wo grenzen wir die ab?
01:00:42: So Leute, die generell voll interessiert an Siebträgermaschinen sind, da würde ich sagen über zwanzig Prozent, probably, aber mit den Lösungen, die wir haben und das sehen wir auch in unserem Kundenstamm, kriegen wir ja auch Leute, sage ich mal, die sagen, okay, ich habe irgendwie ein Vollautomat und ich suche irgendwie eine neue Qualität, dann fange ich an zu recherchieren, was gibt es im Siebträgermarkt?
01:00:57: Und dann finden die zum Beispiel durch Zufall das Video von dem Kaffee-Machern und sehen, okay, hey, das ist ja nicht nur, das ist zwar teurer, als ich vielleicht ausgeben wollte, aber das ist die einzige Lösung, die mir gerade präsentiert wird vom Markt, die tatsächlich meine Schwierigkeiten irgendwie abnimmt.
01:01:10: Und dadurch rutschten wir so ein bisschen in eine größere Bubble, glaube ich, rein und in eine größere, erreichbare Nische.
01:01:15: Und wenn wir uns die aber angucken, also alle Leute, die voller Tomaten haben, damit nicht ganz happy sind, gerne upgraden wollen, aber Siebträgermaschinen für komplex und zu retro halten, dann würde ich sagen deutlich unter zwanzig Prozent, weil ich glaube davon gibt es sehr, sehr, sehr viele tatsächlich.
01:01:28: Unternehmen auch allein schon.
01:01:29: Also ich meine alleine die Qualität zusammen.
01:01:31: Siebträgermaschine ist toll, aber wir wollen halt diesen ganzen.
01:01:35: Wir wollen halt keinen Klempner hier irgendwie beschäftigen müssen.
01:01:37: Ja, kein Hackmaker den ganzen Tag.
01:01:38: Es muss der Kaffee rauslaufen.
01:01:39: Da haben wir auch ein paar Kunden, die sind dann ziemlich, ziemlich happy, weil sich ja auch dann Mitarbeiter sagen, es gibt so ein paar Mitarbeiter, die sind so, okay, ich will jetzt ein Handhäppeprofil abfahren und ich möchte eine Exit-Contention in Stage drei, die bei Null Komma-Dreiber verlässt.
01:01:50: Und dann gibt es halt die andere Person, die halt sagt, okay, es wäre schön, wenn da Kaffee läuft.
01:01:56: Und das kannst du halt alles mit einem Produkt jetzt abbilden.
01:01:59: Und dann gleichzeitig auch noch so ein bisschen qualitätsbewusster arbeiten, den Leuten ein cooleres Erlebnis.
01:02:04: auch bieten.
01:02:05: Und das funktioniert halt einfach schön und das macht mich jeden Tag ziemlich happy muss ich sagen.
01:02:09: Hat es mitbekommen, dass vor ein paar Monaten in der US-Regierung, die irgendwie so Signalchats hatten und auf einmal irgendwie ausversehen Journalisten mit eingeladen
01:02:16: haben?
01:02:16: Ja, das habe ich mitbekommen.
01:02:17: Wenn ich jetzt ausversehen in den Signalchat zwischen Robin und dir eingeladen bin, was sind so die Herausforderungen, die ich da lesen würde?
01:02:23: Du sagst, das muss dieses Jahr, zweifelundzwanzig, aber passieren, das ist echt super wichtig.
01:02:27: Wir haben an vielen Dingen an dieses Jahr sehr, sehr viel rumgewerkelt und ich bin ganz froh mit dem Fortschritt, den wir bis jetzt gemacht haben.
01:02:33: zum Beispiel das Thema Produktion halt aus dem Nichts in der Supply-Schein rauszuknallen, die wirklich funktioniert.
01:02:38: Also wir haben ja immer, wir sind nie aus den Vorbestellungen rausbekommen, weil wir haben zwar immer gerempt, aber gleichzeitig ist auch das im Vertrieb ganz gut nach vorne gegangen.
01:02:46: Das heißt, irgendwie haben wir immer ein, zwei Monate Vorlaufzeit, einen Premium-Produkt, einen Kunden kaufe, bezahlt meistens auch schon voll im Vorraus.
01:02:52: Das heißt, es gibt eine gewisse Erwartungshaltung, was das Auslieferungsdatum angeht.
01:02:56: Wie lange ist die Stellzeit, also die Lieferzeit?
01:02:59: Jetzt gerade, wenn du eine Schwarze bestellst.
01:03:02: Noch Januar, aber davon gibt es noch eine.
01:03:05: Und wenn du eine Weiße bestellst, Februar, und dann werden die nächsten Schwarzen auf März rutschen, also gerade so drei Monate tatsächlich, ist wieder so.
01:03:12: Das schleppen wir die ganze Zeit vor uns her, während wir halt die Stückzeilen hochskallen in der Produktion.
01:03:16: Und dabei passieren auch Sachen, das ist einfach manchmal wirklich traurig aufwendig.
01:03:20: Und es ist halt auch viel Partnerschaftlichkeit dabei, dass wir wirklich sagen, okay, wir haben jetzt nicht einen damit beauftragt, irgendwann entwickle uns das Produkt, such dir die ganzen Zulieferer raus und ich will sie einfach von dir abkaufen, sondern wir sind halt mit den Zulieferern am Arbeiten, müssen da auch immer wieder aussortieren, neu sortieren, neu finden, um Qualität halt einfach da zu halten, wo wir sie haben wollen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass eine Verlässlichkeit entsteht.
01:03:40: Das war dieses Jahr ein riesen, riesen Thema.
01:03:41: Da sind immer wieder Sachen schiefgegangen, die wir dann notreppen mussten.
01:03:44: Für uns zählt es einfach das am Ende.
01:03:46: der Kunde die Maschine bekommt, möglichst in dem Zeitraum, wo er sie bestellt hat.
01:03:50: Und dann halt auch in der Qualität, wie wir dahinter stehen wollen.
01:03:54: Und dafür waren ein paar extra Nummern notwendig.
01:03:57: Und dann heißt es auch ein softwareintensives Produkt.
01:03:59: Das heißt, wenn da mal ein Update an den Freitag rausgeht, was ein Fehler hat, dann schreiben Robin und ich sehr energetisch das ganze Wochenende darüber, wie wir das fixen können.
01:04:07: Und Mitarbeiter.
01:04:09: waren auch ein Thema dieses Jahr.
01:04:10: Wir haben jetzt das Glück, die wirklich die coolste Bude zu sein, die es überhaupt gibt, weil ich wirklich die zwei coolsten Leute gefunden habe für die Sachen, die wir jetzt akut brauchten dieses Jahr.
01:04:18: Und die Suche, dass damit anfangen, Sachen aufteilen, klären, dass es funktioniert, wie baust du aus zwei Köpfen, die vier Jahre alles?
01:04:27: Das Einzige, was komplexer sind als Siebträgmaschinen, sind Menschen.
01:04:29: Ja,
01:04:30: aber auch ein großer Zugewin, wenn man es richtig macht, würde ich sagen.
01:04:33: Was
01:04:33: von beiden?
01:04:37: Wenn du jetzt mal so drei Jahre in die Zukunft guckst, was würde sagst du, wenn wir in drei Jahren pro Monat so viele Maschinen verkaufen, das wäre echt toll.
01:04:44: Es wäre echt cool, wenn wir bei einem Model One tatsächlich mal hundert im Monat schaffen würden.
01:04:48: Wir sind aktuell in den besten, also der beste Monat läuft gerade noch, den wir hier hatten.
01:04:54: Das freut mich auch sehr.
01:04:55: Auf das es
01:04:57: jeden Monat so bleibt.
01:04:58: Genau, das sind wir jetzt erst mal über die fünfzig gerutscht.
01:05:00: Cool.
01:05:00: Was einerseits mega cool ist, andererseits natürlich auch heiß, wir müssen in
01:05:03: der Produktion...
01:05:05: Wenn du hundert Maschinen am Tag machst.
01:05:06: Nee, fünfzig
01:05:07: pro Monat.
01:05:07: Fünfzig pro Monat werden drei Millionen.
01:05:08: Ja, cool.
01:05:09: Das heißt, vielleicht in drei Jahren so ein mittlerer, höherer, siebenstelliger Jahresumsatz, das wäre schon
01:05:15: cool.
01:05:15: Das wäre schon cool.
01:05:16: Wir gucken natürlich auch, was wir mit Produkten machen, was aber für uns auch super wichtig ist.
01:05:20: Wir machen jetzt nicht in den nächsten paar Jahren irgendwie die nächste Siebträgermaschine, die Model One aussticht.
01:05:25: Das ist irgendwie das Gegenteil von der Story, die wir erzählen, weil wir sagen, Model One ist so ein bisschen der der Goldstandard von Siebträgermaschine, weil wir hartweilmäßig super, super stabil sind und wir können durch Software alles nachjustieren, was irgendwie gebraucht wird.
01:05:37: Es kann natürlich trotzdem sein, dass irgendwie mal Produkte dazukommen, irgendwas diversifiziert wird oder sowas.
01:05:43: Aber dann gibt es verschiedene Wege, die wir gehen können.
01:05:46: Fokus liegt komplett im Moment auf Model One, Kundenzufriedenheit, Skalierung und sowas.
01:05:51: Ich wünsche mir auch, dass die Hundert das als erster Meilenstein früher mal geknackt werden, aber so als Steadyline, denke ich, ist das eine ganz realistische Ansatz, je nachdem, wie wir uns auch entscheiden.
01:05:59: und welche Märkte wir reingehen, weil das ist auch eine globale Nische, die man lernen muss zu nutzen.
01:06:03: Gibt es noch die Gefahr, dass irgendwann so ein italienischer Hersteller kommt und sagt so, Mensch Max, da haben wir doch einen Patent drauf.
01:06:11: Das ist ja schade.
01:06:12: Das hättet ihr aber vorher wissen müssen.
01:06:13: Nein, tatsächlich nicht.
01:06:15: Wir haben eigene Patente angemeldet, die sind noch so im Prozess.
01:06:18: Also das heißt, wir haben sie beantragt.
01:06:20: Fertig ist das noch nicht.
01:06:21: Dabei wird auch Patentrecherche gemacht und das, was wir dabei eingegeben haben, ist nicht patentiert gewesen.
01:06:26: Also das heißt,
01:06:26: da fühle ich mich relativ
01:06:27: safe.
01:06:30: Wie kann man euch helfen?
01:06:31: Wie man uns helfen kann.
01:06:32: Also einerseits freuen wir uns immer, wenn die Leute mit einem großen Interesse für Espresso zu Hause im Büro oder wo auch immer machen, einfach uns anschreiben und gucken, dass wir eine Live-Demo machen, weil wir zeigen Model One extrem gerne live in Farbe und echt und präsentieren einfach, was das für eine coole Lösung ist.
01:06:49: Auf der anderen Seite ist natürlich
01:06:50: so.
01:06:51: Punkt Maro, Punkt Koffee.
01:06:52: Das ist unsere Seite.
01:06:53: Wir haben da eine WhatsApp-Nummer drauf.
01:06:55: Also wir sind immer noch dabei geblieben, sehr, sehr nah an den Kunden dran zu sein und Vincent macht basically den halben Tag WhatsApp.
01:07:01: Was aber ganz cool ist, weil man damit alles sehr, sehr schnell und unkompliziert geklärt kriegt.
01:07:05: Das ist genau unsere Art eigentlich.
01:07:06: Ja, schick mal ein Foto, schick mal ein Video.
01:07:08: Genau.
01:07:08: Und wenn Leute sonst irgendwelche Möglichkeiten sehen, uns zu supporten, ob das jetzt auf einer Skalierungsebene ist, also im finanziellen Sinne irgendwie Bock haben.
01:07:17: Ihr habt ja immer noch keine Investoren.
01:07:18: Genau.
01:07:18: Also der Herr John ist irgendwie ein freundeter Familie, aber irgendwie ist nicht klar, ob der irgendwie ein oder fünfzig Prozent am Unternehmen hat.
01:07:26: Der hat auf jeden Fall nicht ganz unessentielle Anteile an dem Unternehmen, einfach weil er auch am Anfang quasi alles davon getragen hat und vernetzt hat und so weiter.
01:07:33: Aber wir sind, wir suchen nicht, also wir sind nicht darauf angewiesen, jetzt irgendwie in drei Monaten ist der Runway zu Ende und jetzt muss irgendwas passieren.
01:07:43: Gleichzeitig haben wir natürlich trotzdem wahnsinnig Bock darauf, immer mehr zu machen.
01:07:46: Das heißt, mehr zu entwickeln, ein größeres Softwareteam zu haben, um schneller mehr Features rauszubringen, uns als Firma einfach gesund cool weiterzuentwickeln.
01:07:53: Und wenn Leute da irgendwie, ob das jetzt eine strategische Partnerschaft oder eine Idee oder was auch immer ist, haben oder mit uns in Kontakt kommen wollen und über Zusammenarbeiten reden wollen, sind wir auf jeden Fall ultra offen dafür.
01:08:03: Bei dem Investorenthema bin ich grundsätzlich auch offen, aber ich sage halt bei Maro einfach, dass ich versuche, oder das schaffen wir ganz gut, einfach kapitale Features zu arbeiten mit dem Growth, den wir damit hinkriegen.
01:08:14: Und das Wichtigste bei Maro ist, ist das Division, die wir da mit haben.
01:08:17: Und das ist nicht nur Meine oder nicht nur Robins, sondern das Team, was da drunter wächst mit allen, die dazugehören, dass das straight bleiben kann, dass das das ist, was wir auch mit neuen Partnern in Zukunft machen können.
01:08:29: Und da geht es einfach um coole Tech, extraordinaire, krasse Produkte, viel, viel, viel Fokus auf Kundenzufriedenheit.
01:08:36: Und wenn sich da jemand identifiziert und sagt, da will er mit pushen, weil er auch an Nachhaltigkeit und langfristige Markenbildung glaubt, dann bin ich da auf jeden Fall super ready mit.
01:08:45: den Leuten zu reden, weil ich will einfach nur eins und das ist Maro, cool, groß, nachhaltig und langlebig zu machen.
01:08:51: Und jeder, der da drauf hat dabei mit so helfen, ist natürlich unfassbar herzlich willkommen mit uns einfach zu quatschen.
01:08:58: Hier hören auch regelmäßig die Leute von Vorwerk Ventures zu.
01:09:02: Wenn man wahrscheinlich die Vertriebstruppe von Vorwerk auf euer Produkt setzt, dann hat man nicht pro Monat hundert Stück, sondern wahrscheinlich deutlich schneller, deutlich mehr.
01:09:09: Das
01:09:10: klingt dann eine
01:09:11: verdammt gute Idee.
01:09:11: Ja, also grüße nach Vorwerk Ventures getraut.
01:09:14: Aber ist das, also sind das so, wenn ihr manchmal zu viel Kaffee getrunken habt und Blutdruck zu hoch ist, sind das manchmal so Fantasien, dass ihr sagt und dann kommt Herr Deissen vorbei und sagt, I always wanted to have something like that.
01:09:24: Ich
01:09:25: mag meine Marke gern.
01:09:26: Also das ist vielleicht naiv.
01:09:27: Aber mit einer IWD bin ich sehr, sehr gut gefahren.
01:09:30: Ich nicht.
01:09:35: Ich hab im Moment bin ich darauf noch so ein bisschen versessen tatsächlich.
01:09:38: Und ich glaube dahinter steckt auch genau die Werthaltigkeit, die meine vierhundertfünfzig Kunden und vielleicht tausend nächstes Jahr oder vielleicht zweitausend nächstes Jahr genau von mir wollen und zu erwarten.
01:09:46: Und deswegen stelle ich dafür eines, wir sagen, wir als Maro stehen einfach für coole Lösungen und für das, was dieser Markt gerade braucht.
01:09:54: Und das würde ich gerne, dass dieser Name da weiterhin drauf steht.
01:09:56: Ansonsten kann ich mir da ziemlich alles vorstellen.
01:10:00: Gibt es ein Thema, das wir jetzt ausgespart haben oder das Christoph?
01:10:03: Das ist eigentlich auch super, super wichtig, dass wir darüber sprechen.
01:10:08: Wir haben über viel gesprochen.
01:10:10: Generell können es wegen mir auch noch dreimal so lange weitergehen.
01:10:12: Ich finde
01:10:13: es auch, dass es ja immer... Man kann dich ja wirklich zu jedem Thema anbohren und dann kommt irgendwas raus.
01:10:18: Ich versuche immer, oder finde es immer interessant, so Leute in Schubladen zu tun oder sowas.
01:10:23: Also ich glaube, du passt in ganz viele Schubladen gleichzeitig.
01:10:27: Wirklich sehr, sehr, sehr erstaunlich.
01:10:29: Manchmal hat man Gründer oder so was hier, die sagen, ich bin so überzeugt von meinem Produkt, aber also ein bisschen ist der Praxistest, der steht noch so ein bisschen aus.
01:10:38: Und wie gesagt, bei euch war ich einfach wahnsinnig beeindruckt von dem Feedback von professionellen Barista-Experten, die halt wirklich sagen so, hey, das, was die da hingestellt haben mit dieser Temperaturbeständigkeit und so weiter, das kennen wir nicht von woanders.
01:10:55: Das ist schon ziemlich cool und das ist, glaube ich, schon ziemlich, wirklich ziemlich einmalig und das hat mich auch schon in der Vorbereitung wirklich beeindruckt.
01:11:02: Danke
01:11:02: dir.
01:11:02: Ja, es war einfach ein interessanter Weg und ich bin mega froh, dass wir den auf die Art und Weise gemacht haben, dass wir da so reingestolpert und organisch da reingewachsen sind und mit einer so großen Motivation, weil wir einfach wirklich eine Menge gelernt haben.
01:11:14: Ich glaube, über Model One könnte ich noch ungefähr drei Stunden irgendwas erzählen, aber wir sind jetzt interessiert, wie das Produkt so funktioniert und im Alltag zu setzen ist.
01:11:20: Der kann auch auf unserem YouTube-Kanal gerne mal vorbeigegucken.
01:11:23: Da kommen im Moment ein Video pro Woche tatsächlich, immer am Sonntag, Nachmittag, Abend, wo wir verschiedene Themen sind.
01:11:30: Hey, Leute, das gibt ein neues Software-Update oder ein bisschen Getränke zusammen machen.
01:11:34: Wie stellt man Kaffee ein?
01:11:35: Also wir denken uns da ganz viel aus rund um das Thema Kaffee, was einerseits so ein bisschen ... Ein Bildungsansatz hat aber viel mehr ein Entertainment-Ansatz, wo wir Model One benutzen, um zu zeigen, wie cool die Lösungen sind für uns da ausdenken.
01:11:47: Und wenn da Leute sich mit identifizieren und sagen, hey, das ist genau das, was ich gesucht habe, funktioniert das auch als Funnel tatsächlich ganz, ganz cool.
01:11:53: Also, wenn irgendwelche Detail-Fragen zum Umgang mit Model One da sind, dann gerne einfach bei uns eine Live-Demo machen und Wincent schreiben oder halt einfach auf YouTube ein paar Videos angucken und Fragen stellen.
01:12:02: Das ist genau die Art von Interaktion, die wir feiern.
01:12:06: Hast du das Gefühl, dass irgendwie die nächsten zehn Maschinen zu verkaufen, ist das immer noch Überzeugungsarbeit?
01:12:12: Oder hast du gesagt, im Grunde läuft das alles so an und es kommt fast automatisch.
01:12:18: Ich bin nicht eure Zielgruppe.
01:12:20: Ich würde mich ja nicht jetzt fünftausend Euro aus meinem Popmonier rausholen, obwohl ich den natürlich habe und sage, ich hoffe das heute.
01:12:27: Aber ich persönlich bin wahnsinnig schnell zu kriegen, wenn ich jetzt sagen würde, kauf die doch mit hundert Euro Monat für die nächsten fünfzig Monate, Christoph.
01:12:37: Also sozusagen kauf die heute für fünftausend, meine Wahrscheinlichkeit unter fünf Prozent.
01:12:42: kauf die für hundert Euro Monat für die nächsten fünfzehn Monate.
01:12:45: Wow, vierzig Prozent.
01:12:47: Ja, wirklich?
01:12:47: Ja, crazy.
01:12:48: Also, wir denken ja immer mal drüber nach.
01:12:50: Es ist tatsächlich ein Thema, das steht auf so einer Liste, weißt du?
01:12:54: Und dann gibt es noch ganz viele andere Themen auf dieser Liste und deswegen gibt es das aktuell nicht.
01:12:58: Ich habe schon mal irgendwann mit so lesigen Banken geredet darüber, aber es ist ja von der Priorität gerade nicht so ultra, ultra hoch.
01:13:04: Klar, aber vorstellen können wir uns das auf jeden Fall.
01:13:07: Also, gerade wenn ich das irgendwie als Firma mieten oder finanzieren kann kaufen kann.
01:13:15: Das ist wie gesagt schon so ein Thema auf jeden Fall.
01:13:17: Wir haben aber aktuell auch, ich weiß nicht, dass das... Wir versuchen, wir machen alles an der Produktionskapazität, was wir tun.
01:13:23: Ihr seid nicht hundert Leute.
01:13:24: Genau.
01:13:25: Und wenn ich jetzt eh schon eine Lieferzeit von drei Monaten habe, ist so ein bisschen die Frage, will ich jetzt wirklich noch so zusätzliche Kanäle gerade reinbringen, womit noch mehr Leute noch niederschwelliger in Model One kriegen.
01:13:36: Oder will ich gucken, dass ich meine Produktion so nachhaltig so weit hochgefahren kriege, dass ich dann irgendwann in dem Moment bin.
01:13:40: Jetzt habe ich hier fünf Maschinen und die haben mal noch keinen Kunden zugeordnet.
01:13:43: Und dann kommt so ein Moment rein.
01:13:44: Also ich glaube, das ist jetzt durch die
01:13:45: Größe bedingt.
01:13:46: Man kann sagen, für sieben Tausend Euro gibt es die nächsten Monat.
01:13:48: Kannst du dich auch auf fünf tausend ausgeben, hast du fünf Monate Wartezeit?
01:13:52: Ich mache ziemlich mit solchen Sachen ein bisschen schwer.
01:13:56: Ich weiß auch immer nicht, ob ich dumm bin oder einfach ein bisschen naiv.
01:14:00: Ich glaube
01:14:00: nicht, dass du dumm bist.
01:14:01: Ja,
01:14:01: okay, danke dir.
01:14:03: Aber ich habe einen großen Anspruch danach, dass so Sachen clean funktionieren, fair nach Bestellreihenfolge.
01:14:10: Wir über den Preis einfach nur ein Produkt verkaufen und nicht nur irgendwelche VIP-Staat-TI oder so.
01:14:14: Das finde ich irgendwie ganz sympathisch und alles andere ist mir auch ein bisschen zu anstrengend.
01:14:18: Das ist die Simplizität von, du gibst mir Geld, ich geb dir ein cooles Produkt und wenn es dir gefällt, hast du Spaß und ich auch, weil ich dann meinen Sinn dahinter hatte, die gefällt mir einfach irgendwie.
01:14:29: Mir gefällt das auch und mir gefällt dein Anderes auch und ich bin sicher, all die Leute, die zugehört haben, würden auch sagen so, boah, das cooles Gespräch, verrückter Typ, tolles Produkt und da wird es sicherlich mehr als nur Leute geben, die jetzt auf die Webseite gehen und sagen so... Ich sehe das wie Christoph.
01:14:44: Eigentlich vorm Gespräch dachte ich, ich kaufe heute keine, aber auf einmal ist das so bei vierzig Prozent die Wahrscheinlichkeit.
01:14:49: Ich wünsche es euch auf jeden Fall.
01:14:50: Max, ich dank dir.
01:14:52: Das war ein ganz, ganz tolles Gespräch für mich und toll, dass wir so viel Zeit hatten und ich hätte das Gefühl gehabt, wir hätten sogar noch mehr besprechen können.
01:15:00: Insofern hoffe ich, dass du irgendwann mal wiederkommen kannst und uns ein Update geben kannst und ihr bis dahin immer erfolgreich hier werdet und in zehn Jahren wahrscheinlich hoffentlich Deutschlands beste Kaffeetechnik mit... dem größten Umsatz anbietet.
01:15:13: Wir
01:15:13: geben alles, wir geben alles.
01:15:15: Ich danke dir auch recht herzlich.
01:15:16: Es hat mir richtig viel Spaß gemacht.
01:15:17: Und wenn es da nochmal ein Update-Moment gibt, bin ich natürlich äußerst gerne auch wieder hier.
01:15:21: Letzte Spirit.
01:15:22: Von dir zu Hause verabschiede mich auch mit einer liebevollen Ohren um Armung.
01:15:26: Ich freue mich, dass du dabei warst.
01:15:27: Schau mal unseren Feed.
01:15:29: Da haben wir fast so gute Gespräche wie heute, aber auf jeden Fall auch viele andere spannende Themen.
01:15:33: Die nächste Folge wird natürlich auch... Immer gut, die kommt meistens am Montag oder wenn es ein Insight Talk ist, so wie heute, dann einmal im Monat am letzten Freitag.
01:15:41: Ich freue mich über ein Abo auf unserem Podcast und ansonsten liebe digitale Grüße von Max und von Christoph.
01:15:47: Ciao machts gut,
01:15:48: tschau tschau.
Neuer Kommentar